Schmerz erkennen.
Damit ist nicht gemeint, ob Sie, also die Patientin oder der Patient, Ihren Schmerz erkennen.
Sie haben ihn ja längst erkannt, Ihnen tut ja etwas weh. Nein, damit ist gemeint, ob der Arzt
Ihren Schmerz auch richtig erkennt. Denn es ist oft besonders schwer, die tatsächlichen Ursachen
für die jeweiligen, verschiedenartigen Schmerzen herauszufinden. Ist es die Bandscheibe, ein Nerv,
eine Entzündung, eine Abnutzungserscheinung? Oder ist es etwas anderes? Oder gibt es mehrere Ursachen?
Die genaue Schmerzdiagnose ist eine der schwierigsten in der gesamten Medizin. Ein einzelner Arzt kann
damit manchmal überfordert sein. Moderne Lösung: Die Diagnose wird nach einem Gesamtkonzept
gestellt, an dem mehrere ärzte aus verschiedenen Fachrichtungen beteiligt sind. Wir haben ein
solches Gesamtkonzept entwickelt.
Es ist wie bei einem Puzzle, das der Arzt zusammensetzen muß. Die Angaben des Patienten, oft erst
nach einem langen Gespräch, und verschiedenste Untersuchungen ergeben einzelne Hinweise. Die müssen
zu einem Gesamtbild zusammengesetzt werden: Der richtigen Diagnose.
Es beginnt mit einem umfangreichen Fragebogen. Mit Hilfe dieser standardisierten Fragebögen wird hier in
einem ersten Schritt äußerst detailliert und feinfühlig die persönliche Schmerzsituation
des Patienten geklärt. Daran schließt sich das ausführliche Gespräch mit dem Arzt an. Alle
bisherigen Diagnosen und Therapien, die vorbehandelnde ärzte gestellt und angewendet haben, werden anhand
der uns heute zur Verfügung stehenden Diagnosetechniken überprüft, aktualisiert und erweitert.
Gerade hier wird zusätzlich immer die Meinung des Anästhesisten, des Neurologen und des Radiologen
eingeholt.
Das ausführliche Gespräch mit dem Patienten ist dann ausschlaggebend für die Einleitung geeigneter
Therapiemaßnahmen.
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