Schmerzen seitlich der LWS

"Behandlung lohnt sich nicht?". Patientenforum Lendenwirbelsäule.



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Behandlung von Schmerzen

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 Fragen und Antworten 

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 Behandlung lohnt sich nicht?
Hallo,

zuerst will ich die Anamnese vorstellen.
Vom Säuglingsalter an eine Wechsel- und Rotationsskoliose, die durch Gymnastik und später 5 Jahre Korsett behandelt wurde.
Parallel dazu Scheuermann.

Als Erwachsener dann vor 7 Jahren 2 Bandscheibenvorfälle L5/S1 und L4/L5 dazu Bulging Disk L3/L4.
Konservative Behandlung Reha etc.

Eine Schmerzfreiheit wurde nie erreicht, auf zwischenzeitig gemachten MRT ist eine Spinalkanalverengung zu erkennen, laut Aussage der Ärtzte kann diese aber nicht so tragisch sein.
Hinzukommt, dass durch die Wachstumsstörungen die Lendenwirbel vorne erhöht sind, also auch die Bandscheiben nicht vollflächig tragen. Eine beginnende Arthritis der Lendenwirbelsäule wurde bereits diagnostiziert.

Derzeit erneut starke Beschwerden, die nun nicht nur ins rechte Bein ausstrahlen, sondern auch bereits das linke Bein betreffen, dabei ist jedoch der Zustand wechselnd, mal rechts, mal links, mal beidseitig.
Ein neues MRT ist angefordert, die Diagnose wird also noch kommen.

Nun steht für mich zu befürchten, dass auch dieses mal nur lapidar gesagt wird ich müsse damit leben und die Rückenmuskeln stärken.
Gymnastik betreibe ich von Kind an regelmässig, die Rückenmuskulatur ist in sehr gutem Zustand.

Es drängt sich langsam der Verdacht auf, dass weitere Methoden nicht ausgeschöpft werden, da ohnehin in meinem Falle mit ständigen Problemen zu rechnen ist.
Da ich aber bereits auf Grund der starken Einschränkungen im Leben in psychologischer Behandlung bin, denke ich sehr wohl das weitere Schritte unternommen werden sollten.
Es kann nicht angehen als 36jähriger den Lebenswandel eines 80jährigen führen zu müssen, zudem die derzeitigen Schmerzzustände auch durch häufige Ausfälle in keinem Arbeitsverhältnis tragbar sind.
Gleichzeitig, aber nicht als krank anerkannt zu werden, somit also behandelt zu werden wie ein gesunder Mann in meinem Alter, sorgt für zusätzliche psychische als auch materielle Einschränkungen der Lebensqualität bis hin zur Ausgrenzung und Depressionen.

Was könnte man noch unternehmen, bzw welche Behandlungsmethoden stehen noch zur Verfügung, auch operativ?


von T. S.   |  am 2004-10-06 10:56:01

 Antwort: Behandlung lohnt sich nicht?
Sehr geehrter Herr Sch.,

zunächst sollte bei Ihnen genau heraus gefunden werden, wodurch Ihre Schmerzen maßgeblich bedingt sind. Am sinnvollsten kann dies im Rahmen einer stationären Schmerztherapie erfolgen. Beispielsweise kann durch gezielte Infiltration an unterschiedlichen Tagen an bestimmte Stellen heraus gefunden werden, welche Struktur für die Beschwerden im Vordergrund steht. Dann können diese Lokalisationen gezielt behandelt werden. Eine Skoliose und auch ein Scheuermann an sich müssen nicht unbedingt schmerzhaft sein. An einen operativen Eingriff würde man erst nach Ausschöpfung aller anderen Maßnahmen denken, so fern Sie nicht unter neurologischen Ausfällen leiden.

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. med. A. Sigel

Dr.med. A. Sigl  |  am 2004-10-19 10:21:42


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