Spinalkanalstenose. OP in Bremen

"Spinalkanal-Stenosen". Patientenforum Lendenwirbelsäule.



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Wirbelkanalstenose

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 Fragen und Antworten 

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 Spinalkanal-Stenosen
Ursula Fischer, Bochum
Seit ein paar Jahren fällt mir das Laufen immer schwerer. Zeitweise reicht es nur für wenige Schritte, da auch die Kraft in den Beinen versagt.
Es wurde eine Spinalkanalstenose an der Lendenwirbelsäule diagnostiziert. Prof Hardes im Knappschaftskrankenhaus Bochum-Langendreer wollte in einer 4stündigen Operation den Schaden beseitigen. Aufgrund des Einwandes des Anästisisten und des Internisten wurde diese Operation nicht durchgeführt. Besteht bei Ihnen eine andere Möglichkeit der Heilung oder Besserung? Für eine Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar.
Ursula Fischer 44879 Bochum

von U. F.   |  am 2003-02-17 16:19:16

 Antwort: Spinalkanal-Stenosen
Sehr geehrte Frau F.,

sollte die Engstelle im Wirbelkanal nicht rein knöchern sondern auch weichteilbedingt sein (z. B. Bandscheiben-vorwölbungen, sogenannte Hypertrophie der Ligamentum flavum ...) käme als minimal invasive Maßnahme auch der epidurale Wirbelsäulenkatheter nach Prof. Racz in Betracht. Hierbei wird einengendem Weichteilgewebe im Wirbelkanal Flüssigkeit entzogen, es kommt zur Schrumpfung dieses Gewebes und damit zur Entlastung der ins Bein ziehenden Nerven. Eine kernspintomographische Untersuchung kann nähere Aufschlüsse geben, ob diese Behandlungsmethode für Sie in Frage kommt.

Mit freundlichen Grüssen

Dr. med. R. Schneiderhan

Dr. med. R. Schneiderhan  |  am 2003-02-24 11:10:28


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 Wirbelkanalstenose
Mein Vater leidet an einer starken Wirbelkanalstenose (L3/L4 sowie L4/L5) und kann kaum mehr gehen; in der Orthopädie des Krankenhauses Rummelsberg war mein Vater vorstellig, die Ärzte bejahen eine Operation. Sie würden unter Sichtfeld arbeiten, die OP würde wahrscheinlich 2h dauern; eine Versteifung käme nicht in Bertacht, da man im Kernspin knöcherne Ausbuchtungen an der Wirbelsäule erkennen kann. Meine Frage: Ist eine Stenose auch minimalinvasiv zu beheben oder geht das nur wenn bei der Stenose Bandscheibenvorwölbungen die Hauptproblematik darstellen?

von D. C. O.   |  am 2003-03-09 21:04:03

 Antwort: Wirbelkanalstenose
Sehr verehrte Frau Dr. O.,

bei der lumbalen Wirbelkanalstenose wird meistens eine sogenannte Laminektomie durchgeführt. Dabei würde bei Ihrem Vater der komplette Wirbelbogen L4, wie teilweise auch die Wirbelbögen L3 und L5 entfernt werden. Zusätzlich größere Anteile der kleinen Wirbelgelenke. Bei diesem Vorgehen besteht eine gewisse Gefahr, dass postoperativ sich eine sogenannte Instabilität entwickelt, d.h. dass die Wirbelsäule in diesem Bereich nicht mehr ausreichend tragfähig ist und es womöglich zu einem Wirbelgleiten kommt. Um diese Gefahren zu verringern, könnte man auch minimal invasiv vorgehen (mikroskopische dekompressive Laminotomie), wo man über nur einseitigen begrenzten Zugang in den betroffenen Höhen eine Erweiterung des Wirbelkanals auf schonende Art und Weise erreichen kann. Hierbei bleiben Wirbelbögen und /-gelenke weitgehend erhalten und somit wird die Belastbarkeit der Wirbelsäule in diesem Abschnitt wesentlich geringer beeinträchtigt. Bei diesem Vorgehen ist es in der Regel unerheblich, ob Bandscheibenvorwölbungen oder knöcherne Ausziehungen die Hauptproblematik darstellen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. R.-O.Oeljeschläger

Facharzt für Neurochirurgie

Dr. med. R. Schneiderhan  |  am 2003-03-19 12:50:44


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