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Patientenforum
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| Starke Schmerzen nach L4/5 OP | Ich bin am 21.05.2001 an L4/5 operiert worden da ich neurologische Ausfälle hatte, zunächst schien alles ok zu sein , aber seit Oktober vergangenen Jahres leide ich wieder unter starken Rückenschmerzen. Ich kann nur noch als Teilzeitkraft arbeiten da ich nicht länger wie 5 Stunden täglich sitzen kann (Verkäuferin). Die Schmerzen strahlen bis in den Unterleib und richtung Wade, am stärksten sind die Schmerzen Nachts und morgens nach dem aufstehen. Bekomme seit Januar Neurontin Tabl. mind. 2 mal pro Woche Spritzen und Infusionen aber nichts hilft. Was würden sie mir raten ?
Vielen Dank
von D. | am 2002-03-16 21:57:12
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Antwort: Starke Schmerzen nach L4/5 OP |
| Sehr geehrte Frau D.,
eine unerwünschte Nebenwirkungen bei offenen Bandscheibenoperationen ist die Bildung von Narbengewebe im Wirbelkanal. Dadurch kommt es zu Irritationen von Nerven mit entsprechenden Beschwerden. In der kernspintomographischen Untersuchung sind diese Veränderungen im allgemeinen zu erkennen. Die Behandlung mittels epiduralem Wirbelsäulenkathetertechnik nach Prof. Racz kann hier eine sinnvolle Alternativ zur erneuten Operation darstellen. Sollten keinerlei Veränderungen in der Kernspintomographie zu erkennen sein, empfiehlt sich die konservative, auch medikamentöse entzündungshemmende Therapie unter orthopädischer Aufsicht.
Mit freundlichen Grüssen
Dr. med. S. Böll
Dr. med. S. Böll | am 2002-03-23 23:15:31
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Frage zur Wirbelsäulenkathetertechnik | Sehr geehrter Dr. Böll,
vielen Dank für ihre Antwort, ich würde mich für diese Wirbelsäulenkathetertechnik sehr interessieren, da ich schon sehr lange medikamentös behandelt werde und dies zu keinem Erfolg führte. Ich nehme schon seit längerem ( 4 Monaten ) Neurontin Tabl. diese haben noch kein Erfolg gezeigt, mein Arzt sagt immer ich soll Geduld haben , diese habe ich aber nicht mehr denn ich mache schon so lange mit diesen Schmerzen rum. Mein Leben ist sehr eingeschränkt dadurch, auch habe ich Angst um meinen Arbeitsplatz , denn ich kann an Arbeit nur noch halb soviel wie früher leisten.
Wer macht solche OP ? Bei wem kann ich mich näher erkundigen ? Vielen Dank im voraus.
D. Daum
von D. D. | am 2002-03-28 09:05:39
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Antwort: Frage zur Wirbelsäulenkathetertechnik |
| Sehr geehrte Frau D.,
leider verfügen wir nicht über Adressenlisten zur Durchführung der Wirbelsäulenkathetertechnik. Wenden Sie sich bitte an Ihre lokale Landesärztekammer, wenn Sie den Eingriff heimatnah durchführen lassen wollen.
Mit freundlichen Grüssen
Dr. med. S. Böll
Dr. med. S. Böll | am 2002-04-20 22:38:23
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Blockierung der kleinen Wirbelgelenke und Vereisung | Ich bin im Juni 2002 an der Bandscheibe operiert worden (interlaminäre Fensterung und Sequesterotomie LWK5 / SWK1 re.) Nach 4-5 Wochen hatte ich leichte Schmerzen im Liegen und beim Aufstehn, welche aber nach kurzer Bewegung wieder verschwanden.
Mitlerweile kann ich ohne Scherzen nicht mehr stehen, liegen, sitzen oder laufen.
War erneut zur MRT und es wurde folgendes festgestellt: lumbales Facettensyndrom, chronische Lumbago, Postnucleotomiesyndrom, epidurale Fibrose L5 /S1 re ausgeprägt.
Therapievorschlag: Blockierung der kleinen Wirbelgelenke unter Bildwandlerkontrolle
Meine Frage:
Es soll bei Erfolg eine Vereisung des Nervs gemacht werden. Kann dies ohne bleibende Schäden am Nerv gemacht werden, bzw. kann es evtl. auch wiederholt werden?
Können meine Schmerzen auch von der Vernarbung kommen? Der Neurologe meinte, das sehr viel Narbengewebe vorhanden ist.
Es gibt Tage an denen bin ich nach einiger Zeit beweglicher und an anderen Tagen kann ich mich den ganzen Tag nicht richtig bewegen vor Schmerzen. An solchen Tagen laufe ich auch immer mit extremen Hohlkreuz, so als wenn etwas im Rücken zu kurz wäre?! Kann mich vor Schmerzen nicht "normal" aufrichten.
Vielen Dank
PR
von R. P. | am 2002-10-28 11:22:51
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Antwort: Blockierung der kleinen Wirbelgelenke und Vereisung |
| Sehr geehrte Frau R.,
auftretende Beschwerden nach einer Bandscheibenoperation sind sehr häufig durch das Narbengewebe bedingt. Auch die sogenannten kleinen Wirbelgelenke können jedoch Beschwerden verursachen. Eine sogenannte Kryodenervation der kleinen Wirbelgelenke stellt einen kleinen und meist harmlosen Eingriff dar. Es sollte jedoch zur Diagnosesicherung vorab unbedingt eine Röntgen- oder CT-gestützte Infiltration der kleinen Wirbelgelenke mit einem Lokalanästhetikum durchgeführt werden um dadurch relativ zuverlässig feststellen zu können, ob die beschriebenen Beschwerden auch wirklich durch diese Gelenke ausgelöst werden. Sollte eine Betäubung dieser Gelenke keine (zumindest vorübergehende) Beschwerdelinderung um ca. 80 % erbringen, ist eine Denervation der betreffenden Gelenke in aller Regel nicht sinnvoll.
Mit freundlichen Grüssen
Dr. med. S. Böll
Dr. med. S. Böll | am 2002-11-12 20:54:21
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