Versteifung
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| Ist Operation mit Versteifung notwendig
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Sehr geehrte Damen und Herren Schon um Weihnachten herum habe ich versucht die Frage an Sie zu schicken, plötzlich war das Formular weg, da ich davon ausgehe, dass es Sie nicht erreicht hat, versuche ich es noch einmal.
Ich kann nur 100mtr gehen und nicht länger stehen. Zu meiner Person: 50 Jahre, 176cm, 75kg, sportlich, männlich. Vor ca. 20 Jahren hatte ich einen Skiunfall, bei dem meine Wirbelsäule stark geknickt wurde. Seitdem habe ich immer wieder leichte Rückenschmerzen. In diesen Zeitraum fällt auch das erste Auftauchen von starken Hüftgelenkschmerzen. Damals wurde Hüftdysplasie diagnostiziert, was definitiv eine Fehldiagnose war, da ich jetzt auch keine Dysplasie habe. Diese Schmerzen gingen dann wieder weg, tauchten Jahre später wieder auf, um auch wieder zu verschwinden. Nun habe ich seit Mai 2002 so starke Hüftschmerzen, dass ich höchstens 100 Meter am Stück gehen kann, dann muss ich in der Hocke entspannen und kann die nächste Etappe in Angriff nehmen. Der Schmerz strahlt aus bis zu den Zehen. Zeitweise hatte ich auch Schmerzen im linken Arm und links Zahnweh. Da ich gerne Sport mache, schränkt dies mein Leben erheblich ein. Liegen, sitzen (vor allem im Schneidersitz) und Fahrrad fahren bereiten mir so gut wie keine Schwierigkeiten. Folgendes wurde bisher probiert, leider ohne jeden Erfolg: - Einrenken der Wirbelsäule - Einrenken des Iliosacralgelenkes - Streckbank - Spritzen zur Stärkung der Bänder - Cortison-Depospritzen - Neuraltherapie - Akupunktur - Zahnarzt - 15 mal Krankengymnastik - drei Sitzungen in Osteopathie. Die Hüften sind untersucht, die Fachleute sind sich in der Zwischenzeit einig, dass dort die Ursache meiner Schmerzen nicht zu suchen ist. Nach einer Kernspinaufnahme schrieb der Radiologe u.a.: "WK nicht höhengemindert. Verschmälerung der ZWR L 1/2 und L 4/5. Im Segment L 4/5 findet sich eine dorsal zirkumferente Protrusion des Discus und aus dieser hervorgehend ein medio-linkslateraler Prolaps. Vergleichend mit unserer Untersuchung vom 12/2001 ist der Prolaps neu aufgetreten, die Protrusion wurde bereits damals beschrieben. Im Segment L 5/S1 findet sich eine medio-rechtslaterale Protrusion re.-betontextraforaminal mit Kontakt zur re. Wurzel. Normal weiter knöcherner Spinalkanal." Der mich behandelte Orthopäde meinte, dass bei diesem Bild und meinen Beschwerden eine Lendenwirbelsäulenoperation mit gleichzeitiger Versteifung unumgänglich wäre.
Sehen Sie dies auch so, oder gibt es noch konservative Methoden, die mir weiterhelfen können?
Mit freundlichen Grüßen Helmut Tränkle
von H. T. | am 2003-01-09 15:04:05
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| Antwort: Ist Operation mit Versteifung notwendig
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Sehr geehrter Herr T.,
eine Versteifungsoperation der Wirbelsäule ist hauptsächlich bei Instabilitäten oder Wirbelgleiten sinnvoll. Hierzu empfehlen wir z. B. Funktionsaufnahmen oder auch ggf. eine Funktionsmyelographie der Lendenwirbelsäule zur Diagnosesicherung. Vor einer Versteifungsoperation sollte jedoch ein konservativer Therapieversuch mittels Krankengymnastik zum Muskelaufbau sowie einer Stabilisierung durch ein kurzes Mieder erfolgen.
Mit freundlichen Grüssen
Dr. med. S. Böll
Dr. med. S. Böll | am 2003-01-13 22:59:07
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