Bandscheibenvorwölbung. Bandscheibenvorfall

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2.Bandscheibenvorwölbung/leichter Vorfall-Behandlungsmöglichkeiten/OP?
Ich bin 32 Jahre alt. Im Oktober 02 hatte ich eine Bandscheibenvorwölbung/leichten Vorfall in der LWS. Nun hatte ich wieder eine Anfang Mai 04.
Befund der Kernspintomographie v. 13.5.04:
Vorbemerk: Zum Vergl. dient die Vor-MRT v. 29.10.02 die wg. lumbalen Wurzelreizsyndroms L5 rechts angefordert wurde. Damals beschrieben wir eine mediane Diskusprotrusion in Höhe des vorletzten Segmentes.
Befund:
Letztes Segment bzw. Segment L5/S1:
Identische Situation zur o.g. Vor-MRT
Segment L4/L5:
Auch unter Berücksichtigung, daß die zu vergleichenden Bildgebungen mit unterschiedl. Gerätetypen durchgeführt wurden, kann eine leichte Progredienz der bekannten dorsalen Diskusverlagerung angenommen werden: Zwar imponiert die Wulstung nach wie vor glatt konturiert, doch zeigt sich nun eine Tendenz zur fokalen Ausbuchtung. Zudem wird heute der Eindruck einer diskreten Rechtsbetonung vermittelt. Es ist zu betonen, daß auch aktuell nicht von einer mechanischen Kompression der rechten austretenden L5-Wurzel gesprochen werden kann. Diese wird lediglich tangiert, allenfalls leicht pelottiert. Im übrigen ausreichend geräumiger Vertebralkanal. Zwischenwirbellöcher offen.
Segment L3/L4: keine Besonderheiten

Resultat:
Geringe Progredienz der bekannten Diskusprotrusion mit Tendenz zur typischen fokalen Diskuswulstung in Höhe des vorletzten Segments median mit Rechtsbetonung. Eine temporäre Irritation der rechten austretenden L5-Wurzel ist erklärbar.

Mein Orthopäde meinte, das wäre ein ordentlicher Befund und man könnte darüber streiten, ob es nun eine Vorwölbung oder ein leichter Vorfall ist.
Da ich nun seit 10/02 ständig Schmerzen hatte, die mal besser, mal schlechter waren, ich jedoch nie völlig Schmerzfrei war, weiß ich nun nicht, was ich noch machen soll. Seit 10/02 mache ich KG, Laufe mit MBT-Schuhen, mache Gerätetraining und bekomme Physiotherapie.
Nun bekam ich die 2. Diagnose...und mein Orthopäde verordnete mir zusätzlich zu den o.g. Therapieversuchen noch Akupunktur. Doch es ist in den letzten 3 Wochen nicht viel besser geworden. Wenn ich im Stufenbett auf dem Heizkissen liege sind die Schmerzen erträglich/manchmal fast weg. Aber sobald ich etwas länger sitze oder stehe bekomme ich wieder Schmerzen. Es ist ein ziehender, brennender Schmerz, der bis ins Bein und in den Fuß zieht. Z.Z. habe ich morgens wenn ich aufwache das Problem, daß meine Arme und Hände wie abgestorben sind.....Mein Orthopäde meinte, ich solle einen minimalinvasiven Eingriff machen lassen, bei dem der vorstehende Teil der Bandscheibe durch Hitze verdampft wird. Würden Sie mir auch zu diesem Eingriff raten (da die anderen Therapien nicht anschlagen)? Mein Physiotherapeut meinte, nachdem er die Bilder von der MRT gesehen hat, daß ich eine Fehlstellung der unteren LWS hätte (wie ein "Knick"), dadurch die Wurzelnerven aufeinanderdrücken würden, und das meine Schmerzen verursacht. Nun weiß ich nicht ob eine o.g. OP sinnvoll wäre, wenn die Schmerzen viell. gar nicht von der Bandscheibenvorwölbung kommen. Können Sie mir bitte einen Rat geben? Ich bin nun seit 4 Wochen krankgeschrieben, da ich die sitzende Tätigkeit am PC momentan nicht ausüben kann. Aber das ist ja auch keine Dauerlösung. Falls eine OP sinnvoll wäre, können Sie mir dann evtl. ein gutes Verfahren/ gute Klinik empfehlen? Vielen herzlichen Dank schon mal für Ihre Antwort!
Mit freundlichen Grüßen
Carmen Kunze

von C. K. | am 2004-05-25 13:09:34

Antwort: 2.Bandscheibenvorwölbung/leichter Vorfall-Behandlungsmöglichkeiten/OP?
Sehr geehrte Frau K.,

anhand der Schilderung Ihrer Beschwerden sowie anhand des kernspintomographischen Befundberichtes ist es durchaus wahrscheinlich, dass die Beschwerden von der Bandscheibenvorwölbung / dem Bandscheibenvorfall verursacht werden. In vielen Fällen ist durchaus ein minimal invasives Vorgehen sinnvoll (z.B. Mikrolaserbehandlung, Wirbelsäulenkatheter). Offene Eingriffe mit dem Risiko einer Narbenbildung sollten wenn möglich vermieden werden. Wo in Ihrer Nähe minimal invasive Eingriffe vorgenommen werden, kann Ihnen sicherlich Ihre lokale Landesärztekammer oder Ihre Krankenkasse mitteilen. Sie können diese Art von Eingriffen bei uns durchführen lassen. Sie können sich gerne über unsere Homepage www.orthopaede.com unter der Rubrik "Über uns" den für auswärtige Patienten entwickelten Fragebogen herunterladen, diesen ausfüllen und senden ihn mit den darauf angegebenen Befundberichten an unsere Praxisadresse (steht auch auf dem Fragebogen) zurücksenden. Dann haben wir alle für uns notwendigen Angaben und werden Ihnen dann gerne eine exakte Therapieempfehlung aussprechen.

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. med. S. Böll

Dr. med. S. Böll | am 2004-06-16 14:46:26


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