Schmerzen der Wirbelsäule

"Zuspitzung der Wirbelkörper, L1 - L5". Patientenforum Lendenwirbelsäule.



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Veränderungen an den Wirbelkörpern

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 Fragen und Antworten 

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 Zuspitzung der Wirbrlkörper, L1 - L5
Zuerst einmal möchte ich Ihnen für Ihr Frage und
Antwort Forum herzlich gratulieren. Es ist sehr gut aufgebaut und einfach zu bedienen.
Seit 12 Jahren leide ich unter starken Schmerzen im L1 - L5 Bereich. Mit MTR wurde festgestellt, dass sich meine Wirbelkörper in diesem Bereich stark zugespitzt haben und diese Spitzen auf den Hauptnerv drücken. Eine Freilegung des Spinal-
kanals durch eine Wirbelsäulen-Versteifung ist nicht möglich, da ich unter starker Osteoporose leide - ca. 35% Densität im L1-L5 Bereich.
Eine Facetten Infiltration (8 Spritzen zur gleichen Zeit) hatte leider küzlich keinelei Erfolg gebracht.
Seit Jahren nehme ich Schmerzmittel wie Valoron,
Tiligetic, Oxicontin (4x20mg tgl.), um die Scherzen
einigermassen erträglich zu machen.
In Mexico hörte ich von einem Verfahren, bei dem
ein endoskopisches Werkzeug von der Seite einge
führt wird und die Spitzen der Wirbelkörper abge-
tragen und ausgeschwemmt werden, so dass der Nerv von dem schmerzenden Druck befreit wird.
Kennen Sie dieses Verfahren und wird es in Ihrer
Klinik angewendet? Falls nicht, kennen Sie eine andere Klinik in DE, die dieses Verfahren schon anwendet?
Für eine Beantwortung meiner Frage wäre ich Ihnen sehr, sehr dankbar.
Mit freundlichen Grüssen - Wolfgang Ludwig

von W. L. g. a. 3.   |  am 2003-02-12 03:43:45

 Antwort: Zuspitzung der Wirbrlkörper, L1 - L5
Sehr geehrter Herr L.,

die von Ihnen geschilderten Veränderungen an den Wirbelkörpern sind offensichtlich sogenannte Osteophyten, d. h. knöcherne Ausziehungen der Wirbelkörper auf Grund von Abnutzungserscheinungen. Diese Osteophyten engen wahrscheinlich den Wirbelkanal ein und drücken damit auf Rückenmarksnerven.
Das von Ihnen geschilderte endoskopische Verfahren ist für solcher Art Beschwerden eher nicht geeignet. In der Regel kann man hier mit einer minimal invasiven mikroskopischen Dekompressionsoperation helfen, welche auch bei Osteoporose möglich sein sollte. Diesbezüglich sollten Sie sich bei einem Wirbelsäulenchirurgen (Neurochirurg/Orthopäde) vorstellen, der anhand Ihrer MRT-Bilder und der körperlichen Untersuchung feststellt, ob eine derartige Operation sinnvoll ist. Das von Ihnen geschilderte endoskopische Vorgehen ist eher bei seitlich lokalisierten frischen Bandscheibenvorfällen sinnvoll.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. R.-O. Oeljeschläger
Facharzt für Neurochirurgie


Dr. med. R.-O. Oeljeschläger  |  am 2003-02-24 10:52:06


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