hochgradige Osteochondrose u. beidseitige Uncarthrose u. spondylose C 5 + C6

Frage vom Mon 18. Aug 2003 14:31

Bei mir 50 Jahre männlich wurde 1991 Morbus Bechterew diagnostiziert. Außerdem hatte ich 1996 eine HWS Operation, weil eine Einengung der Nerven im Bereich C5 u. C 6 vorlag. (St pop Discusorolaps).
Seit Juli 2002 leide ich an einer Gonarthritis in beiden Knien.
Bezüglich meiner Bewegungsbeieinträchtigung und immer wiederkehrenden Schmerzen im HWS Bereich habe ich bitte eine Frage.
In letzter Zeit kracht es bei fast jeder Drehung des Kopfes im Halswirbelsäulenbereich. Kann dies mit einer fehlenden Wirbel im unteren Bereich der HWS zusammenhängen? Im Bereich C5 u. C6 ist es immer kalt zum angreifen und oft angeschwollen.
Kürzlich habe ich in einer Zeitschrift gelesen,dass man Wirbeln in diesem Bereich die nicht mehr nachweisbar sind ersetzen kann. Ich glaube durch Titan.
Sehr geehrte Frau/Herr Doktor, ich bitte höflichst um Ihren werten Rat.
Vielen Dank für Ihre werte Mühe im Voraus

Antwort von Dr. med. R.-O. Oeljeschläger vom Tue 02. Sep 2003 11:20

Sehr geehrter Herr K.,

nach Ihrer Schilderung ist offensichtlich eine Bandscheibenvorfalloperation der Bandscheibe zwischen dem 5. und 6. Halswirbelkörper durchgeführt worden. Im weiteren Verlauf ist es hier wohl zu einem weitgehenden Abbau der Bandscheibe gekommen. Oft kommt es im operierten Bereich zu einer spontanen Verknöcherung der beiden angrenzenden Wirbelkörper. Ob so eine Verknöcherung (Fusion) bei Ihnen vorliegt, müssten normale Röntgenaufnahmen der Halswirbelsäule klären können. Die Geräusche, die bei Bewegungen des Kopfes entstehen, kommen meistens von den kleinen Wirbelgelenken und nicht von der Bandscheibe. Diese Geräusche sind in der Regel harmlos.
Wenn bei Bandscheibenvorfällen die Bandscheibe entfernt werden muss, wird heutzutage in der Regel in den entstehenden Hohlraum ein Bandscheibenersatz aus Titan, Kohlenstoff oder Kunststoff eingesetzt. In einigen Fällen kommt auch der Ersatz durch eine Bandscheibenprothese in Betracht.
Welches der Grund für Ihre Beschwerden ist und welche Therapiemaßnahmen in Betracht kommen, kann in Ihrem Fall nur eine gründliche körperliche Untersuchung in Zusammenschau mit entsprechenden Röntgenbildern und Kernspintomographieaufnahmen der HWS abklären. Diesbezüglich sollten Sie einen Wirbelsäulenchirurgen (Neurochirurg oder Orthopäde) aufsuchen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr.med. R. O. Oeljeschläger

Nachfrage vom Sun 06. Jun 2004 10:08

Hallo, ich bin im Februar das 3. Mal an der Bandscheibe L5/S1 operiert worden und habe diesmal einen Bandscheibenersatz aus Titan eingesetzt bekommen. Die erste Op war im Jahre 1991 seit der Operation ging es 12 Jahre mehr oder weniger gut bis dann vor 2 Jahren ein Rückschlag kam.Danach hat man ein Jahr lang alles mögliche versuch aber es hat nichts geholfen. Dann kam im April 2003 die zweite Operation die mir über den heißen Sommer geholfen hat. Aber sobald der Wetterwechsel angefangen hatte habe ich wieder einen derben Rückschlag hinnehmen müssen. Dies ging dann soweit, das mein Professor sagte man könne es mit einer neuen Bandscheibenprothese versuchen. Diese habe ich nun im Februar eingesetzt bekommen. Nun zu meiner Frage, ich habe seit einem dreiviertel Jahr einen Behindertenausweis mit 50 % wird nun aufgrund des Banscheibenersatzes die 50% abgestuft oder eher aufgestuft?

Antwort von Dr. med. R. Medele vom Tue 29. Jun 2004 13:26

Sehr geehrte/r Frau / Herr M.,

der Grad der Behinderung hängt nicht von einer Behandlungs- bzw. Operationstechnik ab, sondern von dessen Ergebnis. Wenn also durch die Bandscheibenprothesenoperation eine erhebliche Besserung zu erzielen war, dann würde der Grad der Behinderung auch anzupassen sein.

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. med. R. Medele

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