Dr. Reinhard Schneiderhan nennt neue Alternativ-Verfahren

Bandscheibenvorfall: Bloß nicht vorschnell operieren lassen!

05.03.2008 Bandscheibenvorfall: Bloß nicht vorschnell operieren lassen!
Bild_1.jpgINDIVIDUELLE BERATUNG UND THERAPIE IST DAS A & 0 Dr. Schneiderhan klärte Patientin Ursula Lutz detailliert über alternative Behandlungsmethoden auf
Vier Bandscheibenvorfälle - zwei an der Halswirbelsäule und zwei an der Lendenwirbelsäule - die letzten zwei Jahre waren für Ursula Lutz (45) eine Tortur: Die Kommunikationsleiterin eines großen Münchner Callcenters litt immer stärker unter qualvollen Rückenbeschwerden. "Zuletzt wurden die Schmerzen unerträglich. Als dann noch mein rechtes Bein taub wurde, bin ich buchtäblich über meine eigenen Füße gestolpert. Ich habe mein Bein einfach nicht mehr gespürt", erinnert sie sich. Ursula Lutz stürzte auf der Straße, fiel beim Treppensteigen, ihr Gang wurde immer unsicherer. Die Ärzte, die sie aufsuchte, rieten ihr alle dasselbe: Bandscheiben-Op "Doch das lehnte ich ab - immerhin ist so ein Eingriff ja nicht unbedenklich", sagt die Münchnerin. Wirbelsäulenexperte Dr. Reinhard Schneiderhan, Autor von Dein Rücken - endlich schmerzfrei (Klaus Oberbeil Verlag, 19,90 Euro) gibt Ursula Lutz Recht: "Zum Glück gibt es zunnehmend kritische Patienten, die sich nicht mehr dem Schicksal der verordnenden Behandlung ergeben. Denn offene Eingriffe sind tatsächlich nicht frei von Risiken. Zudem verläuft auch nicht jede OP erfolgreich. Studien belegen, dass bei 30-50% der Patienten die gleichen Leiden wieder auftreten, weil Muskeln verletzt wurden oder sich postoperative Narben gebildet haben, die den Rückenmarkskanal verengen oder auf empfindliche Nervenbahnen drücken und dadurch neue Schmerzen verursachen. Darum raten spezialisierte Ärzte nur dann zu einer sofortigen Op, wenn dringender Handlungsbedarf besteht - etwa, wenn dauerhafte Lähmungen drohen." Auch eine jüngste US-Untersuchung mit 500 Bandscheiben- Patienten ergab: "Die Bandscheiben-OP sollte, insbesondere aufgrund der Gefahr von Narbenbildungen, stets nur das letzte Mittel sein."
"Trotzdem operieren viele Ärzte immer noch viel zu früh und oft auch unnötig", kritisiert Dr. Schneiderhan. "Dabei gibt es längst einfache computergesteuerte Verfahren, die effektiver und schonender helfen können" (siehe Kasten unten). "Bei den sogenannten minimalinvasiven Methoden verwenden wir z.B. hauchdünne Mikrosonden, die möglichst wenig umgebendes Gewebe verletzen. Zumeist bei Narkose durchgeführt, ermöglichen die Behandlungen einen schnellen Wiedereinstieg ins normale Alltagsleben."
Auch Ursula Lutz begab sich schließlich in die Gemeinschaftspraxis von Dr. Reinhard Schneiderhan in München-Taufkirchen (weitere Informationen unter: www.orthopaede.com).

Statt einer offenen Bandscheiben-OP empfahlen die Mediziner die minimalinvasive Therapiemethode mit Laserund Hitzesonden: Im April 2007 behandelten Dr. Schneiderhan und sein neurochirurgischer Kollege Dr. Frank Sommer Ursula Lutz gleichzeitig an der Hals und an der Lendenwirbelsäule. Mittels Hitze- und Lasersonde verdampften sie die vier hervorgetretenen Bandscheibenanteile. Unmittelbar nach der Behandlung in Dämmerschlafnarkose konnte Ursula Lutz bereits allein und schmerzfrei in ihr Zimmer zurückkehren. Zwei Tage nach dem minimalinvasiven Eingriff verließ sie das Krankenhaus -ohne Narben und ohne Schmerzen. "Seitdem traten meine Beschwerden nicht mehr auf und auch das Gefühl im rechten Bein ist zurückgekehrt. Ich kann nur sagen: Meine Lebensqualität hat sich erheblich verbessert - ich kann nachts wieder gut schlafen, meinen Beruf problemlos ausüben und ich treibe sogar wieder Sport", freut sich Ursula Lutz. Auch all ihre Schmerzmittel hat sie weggeworfen: "Die brauche ich jetzt nicht mehr."

INFO: So funktionieren die alternativen Therapien

Methode Mikrolaser-Therapie: "Über eine nur 0,2 mm ultradünne Mikronadel erreichen wir zielgenau auch schwer zugängliche Stellen an der Wirbelsäule", erklärt Dr. Reinhard Schneiderhan. "Außerdem wirkt die Laserenergie gleich vierfach - denn die Strahlen schrumpfen Gewebe, verschweißen kleine Einrisse, unterbrechen Schmerzfasern und stoppen durch Wärmeeffekt die Weiterleitung der Schmerzsignale an das Gehirn. Auch Beschwerden, die nicht direkt an Nerven, sondern der Bandscheibe entstehen, verschwinden." Methode Hitzesonde-Therapie: "Bei bestehenen Schmerzen an Wirbelgelenken kommt die minimalinvasive Hitzesonden- Therapie zum Einsatz. Mittels einer 0,4 mm dünnen Sonde, die sich computergesteuert auf 80 Grad erhitzt, schalten wir schmerzende Nervenstrukturen aus und bremsen deren Leitfähigkeit", so Dr. Schneiderhan.



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