"Endlich kann ich ohne Schmerzen gehen"
Schon nach ein paar Schritten spürte Carla Heinlein (64) heftige Stiche im linken Bein. Eine spezielle OP-Methode heilte die Ursache in der Wirbelsäule

Dr. Sommer erklärt Carla den schonenden Eingriff
Der Kniesehnen-Reflex zeigt, ob das Rückenmark nach der OP Signale optimal überträgtCarla geht zu einem Wirbelsäulen-Spezialisten. Der gibt ihr schmerzstillende Spritzen, aber auch die bringen nichts. Der Arzt empfiehlt ihr eine Versteifung der Wirbelsäule. Vier Stunden soll die Operation dauern. Aber Carla hat Angst vor Komplikationen und lehnt ab.
Das Implantat wird zwischen zwei Dornfortsätzen eingesetzt, eingeklemmte Nerven haben wieder PlatzSie sucht nach anderen Methoden, hört schließlich vom so genannten Maxxspine- Verfahren, das in der Praxisklinik Dr. Schneiderhan in München gemacht wird. Sofort vereinbart sie einen Termin beim zuständigen Arzt Dr. Frank Sommer.
Der Neurochirurg erklärt ihr: "Bei einer Spinalkanal-Stenose kommt es zu ausstrahlenden Schmerzen in den Beinen, stechenden Rückenschmerzen oder auch zu Taubheitsgefühlen bis zu den Füßen. Der Grund ist die Verengung des Spinalkanals, in dem das Rückenmark und weitere Nerven verlaufen. Durch die Verengung werden Nerven gedrückt." Sie müssen entlastet werden. Wenn Betroffene sich vorbeugen oder hinsetzen, verschwinden die Beschwerden kurzfristig, weil sich der Wirbelkanal dabei erweitert. Diesen Effekt nutzt das Maxxspine-Verfahren. Carla stimmt zu.
Bei der minimal-invasiven Operation mit einem kleinen Schnitt unter Vollnarkose setzt der Neurochirurg ein kleines Implantat an der betroffenen Stelle zwischen die Dornfortsätze von zwei benachbarten Wirbelkörpern. Die Dornfortsätze sitzen an der Rückseite der Wirbelsäule. Durch den Druck auf die Fortsätze spreizt das Implantat die dazugehörigen Wirbel voneinander weg.Das nimmt den Druck von den betroffenen Nerven, die Schmerzen verschwinden. Solche Implantate sind eine neue Konstruktion aus
Das Rückenmark läuft durch den Wirbelkanal. Verschiebungen oder Abnutzung der Wirbel können den Kanal verengenHeute geht es Carla blendend: "Ich habe keine Schmerzen oder Taubheitsgefühle mehr im Bein und kann wieder weite Strecken gehen. Ich freue mich schon auf meine nächste Reise!"
Dr. Frank Sommer, Neurochirurg in München Vorbeugen ist möglich
Mit dem Alter nutzen sich die Knochen allmählich ab. Auch in der Wirbelsäule ist das weitgehend normal. Aber wenn sich dadurch der Wirbelkanal verengt, kann es zu einer Spinalkanal-Stenose kommen. Dabei werden Nerven gedrückt. Vieles, was den Knochen-Verschleiß begünstigt, kann man beeinflussen. Ein Hauptrisiko ist Übergewicht. Jedes Kilo zu viel belastet die Knochen unnötig. Deshalb sind ausgewogene Ernährung und täglich viel Bewegung wichtig. Außerdem sollte jeder sich Im Alltag rückenschonendes Verhalten angewöhnen, z. B. keine schweren Lasten heben, die Wirbelsäule nicht einseitig belasten, z. B. mit der Einkaufstasche.
Weitere Infos Dr. Frank Sommer, Praxisklinik Dr. med. Schneiderhan und Kollegen, Tel.: o 89/614 5100 Hilfe bei der Arztsuche und weitere Infos auf der Internet-Seite vom Berufsverband der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie: www.orthinform.de
Das Maxxspine-Verfahren wird von den Gesetzlichen Krankenkassen bezahlt.
