Aktive Kinder kennen keine Rückenschmerzen - Bewegungsmangel begünstigt Muskelabbau und Haltungsschwächen

06.08.2008
01.jpgBildquelle Praxisklinik Dr. Schneiderhan: Trampolinspringen
(openPR) - München im Juli 2008. Massive Rückenbeschwerden wie Bandscheibenvorfälle oder Gleitwirbel treten meist erst im fortgeschrittenen Alter auf. Doch oft lassen sich Grundsteine für derartige Probleme bereits in jungen Jahren finden. „Heutzutage stellen Kinderärzte bei rund zwei von drei Kindern Rückenschmerzen fest“, weiß Dr. Reinhard Schneiderhan, Orthopäde in München und Präsident der deutschen Wirbelsäulenliga. „Jeder zweite Grundschüler weist deutliche Haltungsschwächen auf.“ Gegen diese Beschwerden hilft vor allem eines: Bewegung. Leider für viele nicht selbstverständlich. Ebenso wie Erwachsene verbringen Kinder viel zu viel Zeit im Sitzen. Sei es in der Schule oder zu Hause vor Computer oder Fernseher. Toben und Spielen im Freien kommen häufig zu kurz. Dabei führt der Bewegungsmangel schnell zum Abbau der stützenden Bauch- und Rückenmuskulatur. Belastungen wirken dadurch viel stärker auf die empfindlichen Wirbel und Bandscheiben. Auch schwere Schulranzen belasten Kinderrücken in erheblichem Maße. Für Eltern empfiehlt es sich daher darauf zu achten, dass das Gewicht des Tornisters keinesfalls mehr als 15 Prozent des Körpergewichtes des Kindes beträgt. Besonders in der Wachstumsphase reagiert die Wirbelsäule empfindlich auf jede falsche Belastung. Als Resultat zeigen sich oft Fehlhaltungen wie Rund- oder Hohlrücken.

Leichte Übungen für einen starken Rücken
„Bei bestehenden Beschwerden oder zur Vorbeugung bieten sich auch gezielte Übungen zur Stärkung der Muskulatur an“, sagt Dr. Schneiderhan. „Dabei sorgt eine aktive Beteiligung der Eltern für zusätzliche Motivation der Kinder und die Erwachsenen tun ihrem eigenen Rücken ebenfalls etwas Gutes.“ Vor den Übungen bringen zum Beispiel Seil- und Trampolinspringen den Kreislauf in Schwung und wecken die Bewegungslust.
  • Haltungstraining: Aufrecht auf einen Pezziball setzen und leicht auf- und abfedern. Dabei hebt das Gesäß immer leicht vom Ball ab. Darauf achten, dass der Rücken gerade bleibt.
  • Bauchmuskeln: Auf den Rücken legen und Beine angewinkelt aufstellen, Fersen drücken in den Boden. Einen Ball mit beiden Händen festhalten und Arme nach oben strecken. Dann den Ball in Richtung der Knie schieben, Kopf und Schulterblätter gehen mit. Darauf achten, dass der Hals lang bleibt und der Ball nicht die Knie berührt. Mehrfach wiederholen.
  • Rumpfmuskeln: Auf die Seite legen und den Ball zwischen die Knöchel klemmen. Den unteren Arm unter den Kopf legen und mit dem oberen abstützen. Beide Beine mit dem Ball vom Boden abheben. Mehrfach wiederholen, dann die Seite wechseln.

Weitere Tipps und Übungen für eine gesunde Wirbelsäule bei Jung und Alt gibt Dr. Reinhard Schneiderhan in seinem Buch „Dein Rücken – endlich schmerzfrei“.

Buchtipp: Dr. med. Reinhard Schneiderhan „Dein Rücken – endlich schmerzfrei“
Klaus Oberbeil Verlag, 264 Seiten, durchgehend farbig, € 19,90, ISBN: 978-3980238922

Weitere Informationen unter www.orthopaede.com.

Praxis Dr. med. Schneiderhan und Kollegen, Dr. med. Reinhard Schneiderhan, Anja Koutny,
Eschenstr. 2, 82024 München / Taufkirchen
Tel: 089 / 614510-0, Fax: 089 / 614510-12, E-Mail: , www.orthopaede.com

Die Praxisklinik Dr. Schneiderhan und Kollegen hat sich auf die Behandlung von Wirbelsäulen-Erkrankungen spezialisiert. Im Mittelpunkt steht ein interdisziplinäres Diagnose- und Therapiekonzept, welches durch Fachärzte aus Orthopädie, Neurochirurgie, Chirotherapie und Anästhesie umgesetzt wird. Rückenbeschwerden behandeln die Experten mit modernsten Methoden, wie minimalinvasive Verfahren. Mit über 10.000 Wirbelsäulenkatheter-, 8.000 Bandscheibenlaser- und 12.000 Hitzesondentherapien gehören sie zu den erfahrensten Spezialisten Deutschlands. Seit kurzem bietet die Praxisklinik diese Verfahren – sofern eine stationäre Behandlung medizinisch begründet ist – auch für Kassenpatienten auf Krankenschein an.

Dr. med. Reinhard Schneiderhan, Leiter der Praxisklinik, ist Wirbelsäulenspezialist und Orthopäde. 2000 wurde er von der deutschen Wirbelsäulenliga e.V. zum Präsidenten ernannt. Neben der Mitgliedschaft in vielen internationalen Fachgesellschaften führt er die Bezeichnung Algesiologe (Schmerztherapeut) mit Anerkennung der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie e.V.

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