Mit neuen Operations-Methoden können die Chirurgen von heute den Patienten viel Schmerz und Leid ersparen

Ingeborg Kugler (65): "Ich hatte eine schwere Hüft-OP - aber man sieht nur eine Mini-Narbe"

26.11.2008
03.jpgIngeborg Kugler hat gut lachen: Sie kann nach Ihrer OP wieder Wandern.
Endlich kann Ingeborg Kugler (65) aus München wieder ihre geliebten Wanderungen unternehmen. Lange Zeit hatte die Rentnerin so starke Hüftschmerzen, dass ihr selbst die kleinste Bewegung zur Qual wurde. "Sport? Fehlanzeige! Selbst Hausarbeit oder kleinste Spaziergänge waren nicht mehr möglich", erzählt Ingeborg Kugler. Dass sie heute wieder fröhlich die Wanderstöcke schwingen kann, verdankt sie einer besonders schonenden Hüftoperation, die der Arzt Dr. Dietmar Müller (39) in der Münchner Praxisklinik Dr. Schneiderhan und Kollegen durchführte. Ingeborg Kugler strahlend: "Ich hatte eine schwere Hüft-OP - und man sieht nur eine Mini-Narbe."
Die Patientin erzählt: "Ich hatte gelesen, dass an dieser Klinik moderne chirurgische Methoden angewendet werden. Ich dachte, das sei das Richtige für mich", sagt Ingeborg Kugler. Schließlich hatte sie Sorge, dass eine herkömmliche Hüft-Operation und die Reha danach sie für Monate lahmlegen würden - und das war für die sportliche Frau nicht gerade eine schöne Vorstellung.

01.jpgDie Narbe auf Ingeborg Kugler Bein - nur sechs Zentimeter lang
Nur drei Wochen Reha - und alles ohne Schmerzen
Aber Dr. Dietmar Müller wusste Rat: Er schlug Ingeborg Kugler vor, in einer Mini-OP ein künstliches Hüftgelenk einzusetzen - eine so genannte Endo-Prothese, die aus einem Schaft mit einer Beschichtung aus künstlichem Knochengewebe besteht, das fest mit dem Hüftknochen verwächst. Der Arzt: "Künstliche Gelenke einzusetzen war früher ein sehr komplizierter Eingriff, bei dem viele Muskeln verletzt wurden. Das verlängerte die Reha-Maßnahmen. Inzwischen geht das viel schonender. Denn moderne OP-Bestecke und neue Techniken ermöglichen es dem Chirurgen von heute, eine Hüftprothese durch einen Schnitt von nur sechs Zentimetern Länge einzusetzen."
Eine Hüftoperation, die schnell geht und kaum Spuren hinterlässt - das freut natürlich auch die Patienten! Dabei hat die so genannte minimalinvasive Operationsmethode nicht nur kosmetische Vorteile. Ingeborg Kugler: "Ich musste nur drei Wochen in die Reha. Dort konnte ich gleich mit dem Training beginnen und meine Hüfte sehr schnell wieder belasten - und das alles endlich wieder ohne Schmerzen. Als ich danach aus der Klinik entlassen wurde, war das für mich wie Weihnachten, Geburtstag und Ostern an einem Tag!"

02.jpgDas Röntgenbild zeigt wie sich das künstliche Gelenk in die Knochen einpasst. Ein kleines Wunder, dass so ein Implantat in einer Mini-OP eingesetzt werden kann.
"Für mich war Dr. Müller ein echter Glücksgriff"
Gemeinsam mit Ehemann Gerald (67) freut sich die sportliche Rentnerin jetzt wieder auf ausgiebige Bergtouren im österreichischen Kamptal oder Ausflüge mit dem Mountainbike in den Tegernseer Bergen.
Die Patientin schwärmt: "Über eine Stunde Radfahren ist bereits möglich und manchmal vergesse ich sogar schon, dass ich ein künstliches Körperteil in mir trage. Für mich erwies sich mein Arzt Dr. Müller wirklich als echter Glücksgriff."
Ingeborg Kugler geht es inzwischen so gut, dass sie demnächst sogar wieder mit dem Skilaufen anfangen will. Aber das will sie ganz ruhig angehen. Denn Dr. Müller rät seinen Patienten, sich in den ersten drei Monaten nach dem Eingriff noch etwas zu schonen, damit die Wunde heilen kann. Aber er hatte auch schon eine Patientin, eine begeisterte Reiterin, die bereits acht Wochen nach der Hüftoperation wieder auf dem Pferd saß...
Toll, was mit moderner Medizin so alles möglich ist!
Anne Stark 00.jpg Drei Fragen an Dr. Dietmar Müller (39) Ist die OP bei allen Hüftleiden möglich?
"Im Prinzip ja! Nur bei sehr korpulenten Menschen oder bei sehr weit fortgeschrittenen Hüft-Erkrankungen müssen wir auf die Mini-OP verzichten."

Wird die Operation von den Krankenkassen gezahlt?
"Ja. Der Eingriff ist nicht teurer oder spezieller als die herkömmliche Operation - daher zahlen die Kassen. Mehr Infos unter Tel. 089/614510-0."

Warum ist die Rena-Zeit nach der Operation kürzer?
"Die Wunde ist viel kleiner, es werden bei der OP weniger Muskeln durchtrennt. Daher ist die Beweglichkeit von Anfang an viel größer."

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