Richtiges Verhalten beugt langfristig Rückenproblemen vor
In vielen deutschen Büros heutzutage schon Alltag: Schmerzen und Verspannungen im Rücken, die Produktivität und Kreativität stark beeinträchtigen.
06.02.2009
Etwa drei Viertel der anfallenden Büroarbeiten finden am Monitor statt - und dies häufig zulasten der eigenen Gesundheit. „Gründe für Beschwerden hegen zumeist in ungünstig eingerichteten Arbeitsplätzen. Falsche Tisch- und Sitzhöhen, schlecht angeordnete Bildschirme und Tastaturen fördern eine falsche Körperhaltung und damit Rückenprobleme", weiß Dr. Schneiderhan, Orthopäde und Präsident der deutschen Wirbelsäulenliga e.V. aus München. Wer aber bestimmte Ratschläge befolgt, arbeitet bald wieder entspannt und vermeidet langfristig Rückenbeschwerden.
Bürosünden schränken Arbeitsleistung ein
„Viele Menschen telefonieren mit zwischen Kopf und Schulter eingeklemmtem Hörer. Gleichzeitig tippen sie auf ihrer Tastatur, sodass unweigerlich Verspannungen in der Halswirbelsäule entstehen", erklärt der Wirbelsäulen-Experte. Wer viel telefoniert, sollte besser ein Headset benutzen, um Schulter- und Nackenmuskulatur nicht einseitig zu belasten. Auch übereinander geschlagene Beine ziehen Rückenbeschwerden nach sich, da sie Gewebestrukturen und Nerven quetschen. Mit Folgen: Taubheitsgefühle in Beinen und Füßen bis hin zu Schiefstellung des Beckens. Hier hilft eine richtige Sitzposition. Ober- und Unterschenkel stehen in rechtem Winkel zueinander, wobei die Füße den Boden ganzflächig berühren. Zusätzlich unterstützt ein mehrmaliges Wechseln der Sitzlage, das sogenannte dynamische Sitzen, die Blut- und Nährstoffversorgung der Bandscheiben.
Auch falsch platzierte Tastaturen führen zu Belastung von Handgelenken und Schultern. Vor der Computertastatur sollten noch 15 bis 20 cm Platz für die Hände bleiben, damit aufgestützte Unterarme die Brustwirbelsäule entlasten.
Mit Ergonomie Beschwerden gezielt umgehen
Hauptschuld an Rückenbeschwerden tragen falsch justierte Bürostühle. Sie provozieren einen Rundrücken, der die Bandscheiben belastet. „ Rückengerechte Stühle sollten über eine anatomisch gewölbte Lehne verfügen, damit sie die natürliche Krümmung der Lendenwirbelsäule unterstützen. Darüber hinaus muss die Rückenlehne hoch genug sein, um dem Rückgrat beirrt Zurücklehnen Halt zu geben", erklärt Dr. Schneiderhan. Schreibtische in Büros haben eine optimale Höhe, wenn Unterarme flach aufliegen und mit den Oberarmen einen rechten Winkel bilden. Im Idealfall verhindern höhenverstellbare Schreibtische und Fußstützen eine verkrampfte Haltung.
Ebenfalls empfiehlt es sich, drehbare Monitore aufgrund der Lichtverhältnisse parallel zum Fenster zu positionieren. Dadurch umgehen Büroarbeiter eine rückenunfreundliche Haltung durch Blendeinflüsse.
Büro-Übungen garantieren Schmerzfreiheit
Wer einige Übungen in den Büroalltag einstreut, hilft seiner beanspruchten Muskulatur:
1. Wiederholtes Aufstehen und Hinsetzen trainiert die Rückenmuskulatur und versorgt Bandscheiben optimal mit Sauerstoff.
2. Ziehen Sie ab und an die Schultern hoch und lassen Sie sie dann wieder nach hinten fallen. Dies am besten dreimal wiederholen.
3. Um der Bildung eines Hohlkreuzes vorzubeugen, neigen Sie den Oberkörper zwischen die gespreizten Beine nach vorne. In der Folge verläuft die Wirbelsäule bogenförmig und entlastet den Lendenbereich.
4. Stellen Sie sich hin und wieder auf die Zehenballen und greifen Sie wie beim Äpfelpflücken abwechselnd an die Zimmerdecke. „Zusätzlich, rate ich, bestimmte Arbeiten wie Telefonieren, Diktate oder Konferenzen im Stehen zu erledigen. So gehören Rückenprobleme am Arbeitsplatz bald der Vergangenheit an", fügt der Experte abschließend hinzu.
Buchtipp: Dr. med. Reinhard Schneiderhan „Dein Rücken - endlich schmerzfrei"
Klaus Oberbeil Verlag, 264 Seiten, durchgehend farbig, € 19,90, ISBN: 978-3980238922
Weitere Informationen unter www.orthopaede.com.
Bürosünden schränken Arbeitsleistung ein
„Viele Menschen telefonieren mit zwischen Kopf und Schulter eingeklemmtem Hörer. Gleichzeitig tippen sie auf ihrer Tastatur, sodass unweigerlich Verspannungen in der Halswirbelsäule entstehen", erklärt der Wirbelsäulen-Experte. Wer viel telefoniert, sollte besser ein Headset benutzen, um Schulter- und Nackenmuskulatur nicht einseitig zu belasten. Auch übereinander geschlagene Beine ziehen Rückenbeschwerden nach sich, da sie Gewebestrukturen und Nerven quetschen. Mit Folgen: Taubheitsgefühle in Beinen und Füßen bis hin zu Schiefstellung des Beckens. Hier hilft eine richtige Sitzposition. Ober- und Unterschenkel stehen in rechtem Winkel zueinander, wobei die Füße den Boden ganzflächig berühren. Zusätzlich unterstützt ein mehrmaliges Wechseln der Sitzlage, das sogenannte dynamische Sitzen, die Blut- und Nährstoffversorgung der Bandscheiben.
Auch falsch platzierte Tastaturen führen zu Belastung von Handgelenken und Schultern. Vor der Computertastatur sollten noch 15 bis 20 cm Platz für die Hände bleiben, damit aufgestützte Unterarme die Brustwirbelsäule entlasten.
Mit Ergonomie Beschwerden gezielt umgehen
Hauptschuld an Rückenbeschwerden tragen falsch justierte Bürostühle. Sie provozieren einen Rundrücken, der die Bandscheiben belastet. „ Rückengerechte Stühle sollten über eine anatomisch gewölbte Lehne verfügen, damit sie die natürliche Krümmung der Lendenwirbelsäule unterstützen. Darüber hinaus muss die Rückenlehne hoch genug sein, um dem Rückgrat beirrt Zurücklehnen Halt zu geben", erklärt Dr. Schneiderhan. Schreibtische in Büros haben eine optimale Höhe, wenn Unterarme flach aufliegen und mit den Oberarmen einen rechten Winkel bilden. Im Idealfall verhindern höhenverstellbare Schreibtische und Fußstützen eine verkrampfte Haltung.
Ebenfalls empfiehlt es sich, drehbare Monitore aufgrund der Lichtverhältnisse parallel zum Fenster zu positionieren. Dadurch umgehen Büroarbeiter eine rückenunfreundliche Haltung durch Blendeinflüsse.
Büro-Übungen garantieren Schmerzfreiheit
Wer einige Übungen in den Büroalltag einstreut, hilft seiner beanspruchten Muskulatur:
1. Wiederholtes Aufstehen und Hinsetzen trainiert die Rückenmuskulatur und versorgt Bandscheiben optimal mit Sauerstoff.
2. Ziehen Sie ab und an die Schultern hoch und lassen Sie sie dann wieder nach hinten fallen. Dies am besten dreimal wiederholen.
3. Um der Bildung eines Hohlkreuzes vorzubeugen, neigen Sie den Oberkörper zwischen die gespreizten Beine nach vorne. In der Folge verläuft die Wirbelsäule bogenförmig und entlastet den Lendenbereich.
4. Stellen Sie sich hin und wieder auf die Zehenballen und greifen Sie wie beim Äpfelpflücken abwechselnd an die Zimmerdecke. „Zusätzlich, rate ich, bestimmte Arbeiten wie Telefonieren, Diktate oder Konferenzen im Stehen zu erledigen. So gehören Rückenprobleme am Arbeitsplatz bald der Vergangenheit an", fügt der Experte abschließend hinzu.
Buchtipp: Dr. med. Reinhard Schneiderhan „Dein Rücken - endlich schmerzfrei"
Klaus Oberbeil Verlag, 264 Seiten, durchgehend farbig, € 19,90, ISBN: 978-3980238922
Weitere Informationen unter www.orthopaede.com.
