Hüftschmerzen
"Ich hielt es nicht mehr aus"

Ingeborg Kugler (65) war immer sportlich, aktiv und fit gewesen. Trotzdem litt sie schon lange unter Problemen in Rücken und Hüfte. Immer wieder kämpfte die Rentnerin wacker gegen die Belastungen an. Vor einem Jahr verschlechterte sich ihr Zustand erneut: Bis in die Zehenspitzen zog sich damals der Schmerz. In Blickpunkt berichtet sie, welche Therapie ihr letztlich geholfen hat. Am liebsten gehe ich wandern oder schwimmen, mache Yoga und Pilates - eigentlich alles schonende Sportarten, die mich aber nicht vor extremen Schmerzen in Rücken und Hüfte schützten. Trotzdem hatte ich jahrelang mit Schmerzen zu kämpfen. Dabei versuchte ich alles, das zu ändern: Ich ging zur Krankengymnastik, machte Akupunktur. Später musste ich täglich starke Medikamente mit gefährlichen Nebenwirkungen einnehmen. Doch das alles half nicht dauerhaft. Sogar Spritzen zur Schmerzminderung verfehlten ihre Wirkung.
Selbst mein Mann, mit dem ich gerne Berg- oder Skitouren unternahm, belastete die Situation enorm Er konnte nichts für mich tun, das war nicht leicht für ihn. Gemeinsam überlegten wir, wie man die Situation verbessern und die verloren Lebensqualität zurückholen könnte. Ich entschloss mich zu einer weiteren Untersuchungsreihe. Hierbei bestätigte sich der Verdacht auf einen doppelten Bandscheibenvorfall, der so starke Schmerzen verursachte, dass sie bis in Beine und Füße strahlten. Auf ärztliches Anraten rang ich mich schließlich zu einer Operation durch, die Besserung in Aussicht stellte. Viele Gedanken an mögliche Gefahren eines solchen Eingriff beschäftigten mich. Doch ohne Behandlung ständiger Beeinträchtigung ausgesetzt zu sein, kam nicht infrage.
"Mein Mann konnte nichts für mich tun. Das war nicht leicht für ihn." Ingeborg KuglerUnd er hat recht behalten. Seit dem 21. Juli schaue ich endlich wieder optimistisch in die Zukunft. Dank der Hüftprothese bin ich heute schmerzfrei. Außerdem habe ich von dem Eingriff nur eine winzige Narbe zurückbehalten. Nach einem kurzem stationärem Aufenthalt habe ich mich bei einer Reha in Bad Tölz gänzlich erholt. Jetzt geht es für mich und meinen Mann wieder bergauf - im wahrsten Sinne. Wir planen schon den ersten gemeinsame Ausflug in unsere geliebten Berge. Ich freue mich auf die Bewegung und eine unbeschwerte Zeit!
Stichwort: Künstliches Hüftgelenk Ein künstliches Hüftgelenk besteht aus den gleichen Teilen wie das natürliche Hüftgelenk: aus der Gelenkpfanne und dem Gelenkkopf, der auf dem Gelenkschaft sitzt. Die Gelenkpfanne wird vom Beckenknochen gebildet, während der Gelenkkopf mit dem Gelenkschaft zum Oberschenkelknochen gehört. Einen Sonderfall stellt die Hüft-Teilprothese dar, bei der lediglich der Gelenkkopf ersetzt wird. Das künstliche Hüftgelenk muss mit dem körpereigenen Knochen verbunden werden. Nach Art und Weise der Verankerung der Prothese im Knochen werden drei Prothesentypen unterschieden: die zementfreie, die zementierte und die Hybridprothese. Dank moderner Schlüsselloch-Chirurgie ist das Einsetzen der Endoprothese heute kein großer Eingriff mehr.
Machen Sie mit!
Krebs, Amputation, Organtransplantation, chronische Krankheiten - haben auch Sie ein ähnliches Schicksal hinter sich? Dann schicken Sie Ihre Geschichte mit ein, zwei Bildern an Blickpunkt Gesundheit oder ermutigen Sie andere Bekannte dazu. Sie helfen so mit, anderen Betroffenen Mut zu machen und einen Weg für sich zu finden! Namen können auf Wunsch geändert werden.
Die Anschrift: Redaktion Blickpunkt Gesundheit, PF 4043, 65030 Wiesbaden
