Mit einer schonenden und schmerzfreien Therapie wurde der Computerspezialist seinen Bandscheiben-Schaden los

Herman Riedel (51): „Ich ging vor Rückenschmerzen gekrümmt - jetzt könnte ich wieder Bäume ausreißen!"

19.02.2009 Jeder zweite Deutsche leidet unter Rückenschmerzen. Doch die Ursachen sind vielfältig - und genauso vielfältig sind die Behandlungsmethoden... Jetzt gibt es wieder ein neues Therapieverfahren. Es wurde auch bei Hermann Riedel (51) aus Bad Bergzabern in der Pfalz eingesetzt. Die Methode schlug gut an, und er sagt hochzufrieden: „Ich ging vor Rückenschmerzen gekrümmt - jetzt könnte ich wieder Bäume ausreißen."

01.jpg Dr. Schneiderhan erklärt seinem Patienten die Röntgenbilder
Er hatte große Angst vor einer Operation
Nach einem schweren Bandscheibenvorfall war es bei Hermann Riedel so schlimm, dass er nicht mehr als Computerspezialist arbeiten konnte und in den Vorruhestand gehen musste. Mit seinem großen Hobby, dem Langstreckenlauf, war es ebenfalls vorbei.
Herkömmliche Therapien wie Massagen oder das Spritzen von Medikamenten brachten keine Besserung. Die einzige Chance war eine Operation. Doch davor hatte Hermann Riedel große Angst. Er wusste, dass solche Eingriffe oft unangenehme Folgen wie beispielsweise eine eingeschränkte Bewegungsfähigkeit haben.
Deshalb entschied er sich für eine besonders schonende Methode, die der Orthopäde Dr. Reinhard Schneiderhan (48) in seiner Münchner Praxisklinik anwendet. Dr. Schneiderhan zu Neue Post: „Bei dem Patienten haben wir einen flexiblen Wirbelsäulenkatheter und einen Mikrolaser eingesetzt. Über den Katheter wird eine konzentrierte Kochsalzlösung zur kranken Bandscheibe geleitet. Die Lösung entzieht der ausgetretenen Knorpelmasse die Flüssigkeit und schrumpft sie. Mit dem Laser werden die Schmerzfasern in der Bandscheibe unterbrochen."

„Wie durch ein Wunder waren die Schmerzen weg"
02.jpgHermann Riedel am Fitnessgerät. Sein Rücken ist wieder voll belastbar
Ein tiefer OP-Schnitt ist hierbei nicht nötig: Katheter und Lasersonde werden mithilfe haarfeiner Kanülen durch die Haut bis zu den zu behandelnden Stellen geführt. Dafür wird der Patient in eine leichte Dämmerschlaf-Narkose versetzt.
Hermann Riedel: „Als ich nach einer Stunde aufwachte, waren die Schmerzen weg. Und nach ein paar Wochen Schonzeit konnte ich mit meinem Lauftraining beginnen. Jetzt schaffe ich schon wieder 25 Kilometer. Es ist wie ein Wunder."
Heinz Gohde Hilfe mit haarfeinen Nadeln
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  • Vor der OP: Die Bandscheibe tritt zwischen den Wirbeln hervor (hier am Modell ab hellrote Schicht markiert), drückt auf die Nervenbahnen (gelb) und verursacht auf diese Weise heftige Schmerzen.
  • Haarfeine Spezialkanülen werden zum betroffenen Rückenwirbel geschoben. Über diese Kanülen werden dann die nur 0,2 mm dicke Lasersonde und der Katheter eingeführt Die Behandlung beginnt.
  • Jede Phase der OP wird am Monitor überwacht. Dieses Röntgenbild zeigt den feinen Katheter, durch den die heilende Kochsalzlösung an die Bandscheibe gespritzt wird.
Drei Fragen an Dr. Schneiderhan (48) 04.jpg Für welche Patienten eignet sich die Methode?
"Für alle Bandscheiben-Patienten mit chronischen Schmerzen, bei denen die klassischen Behandlungsmethoden keine Besserungen gebracht haben."

Wie lange dauerte der Behandlungserfolg an?
"Das hängt immer vom Einzelfall ab. Bei fachkundiger Durchführung eines erfahrenen Spezialisten ist aber ein anhaltender Erfolg zu erwarten."

Wer übernimmt die Kosten?
"Die Behandlungskosten werden von den gesetzlichen Krankenkassen vollständig übernommen."
Weitere Informationen im Internet unter www.orthopaede.com

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