Schmerzen ohne Ende!
"Oh Gott, kann mir denn keiner helfen?!"

Für Daniela K. aus München gehörten Nackenschmerzen schon früh zu ihrem Alltag. Doch dann machten sie ihr das Leben immer mehr zur Hölle."Sechs Schwangerschaften und meine Arbeit als Tagesmutter haben Spuren an meiner Wirbelsäule hinterlassen", berichtet sie heute. "Schließlich trägt man mit einem Baby ständig ein großes Gewicht auf den Armen!"
Als ihre Schmerzen so schlimm wurden, dass sie ihren Kopf nicht mehr bewegen konnte, suchte sie einen Orthopäden auf. Doch weder Spritzen, Massagen noch Krankengymnastik konnten ihr helfen.
Im Gegenteil: Mit der Zeit verschlimmerte sich ihr Zustand noch. Danielas Arme begannen zu kribbeln, dazu kamen Kopfschmerzen, Schwindel und Atemnot! "Ich hatte Angst, nachts keine Luft mehr zu bekommen und morgens nicht mehr aufzuwachen!"
Zahllose Arztbesuche folgten. Doch keiner konnte die richtige Ursache für Danielas Beschwerden finden, geschweige denn therapieren. "Einige Arzte meinten sogar, ich hätte einfach nur psychische Probleme!", erinnert sich Daniela.
Mittlerweile fielen ihr selbst alltägliche Aufgaben schwer. "Staubsaugen oder Abwaschen - nichts ging mehr!" Ihr Ehemann unterstützte sie. "Wenn er abends von der Arbeit kam, kümmerte er sich um den Haushalt, weil ich ihn einfach nicht mehr schaffte!" Weil Daniela ihren Hals nur eingeschränkt bewegen konnte, war sie noch nicht einmal mehr in der Lage, Auto zu fahren. Die ganze Familie verzweifelte langsam an der Situation.Erst nach einem erneuten Arztwechsel wurde die richtige Diagnose gestellt.
Daniela litt an einem sogenannten Facettensyndrom der Halswirbelsäule - einem Verschleiß der Gelenke. "Wenn die Wirbelsäule häufig stark belastet wird, nutzen sich die Knochenflächen allmählich ab", erklärt Dr. Andreas Dötterl, Facharzt für Neurochirurgie in der Praxisklinik Schneiderhahn in München. "Verlieren die kleinen Wirbelgelenke - auch Facetten genannt - an Höhe, entstehen Nervenreizungen, die im fortgeschrittenen Stadium starke Schmerzen hervorrufen." Da das Nervensystem eng miteinander vernetzt ist, zeigen sich dann oft auch Beschwerden in anderen Bereichen - wie bei Daniela.
Als die Diagnose feststand, konnte endlich therapiert werden. Daniela entschloss sich zu einer Hitzesondenbehandlung. Bei dieser minimalinvasiven Methode fuhrt der Arzt eine feine Sonde direkt an die erkrankten Wirbelgelenke. "Wir überprüfen vor Ort, welche Schmerzfasern dort betroffen sind und einer Behandlung bedürfen. Dann erhitzen wir die Sonde etwa eine Minute lang auf 80 Grad Celsius und veröden die Schmerzfaser. Damit wird ihre Leitfähigkeit unterbrochen", erklärt Dr. Dötterl.
Daniela musste im Juli 2008 zwei Mal eine solche Behandlung über sich ergehen lassen - aber dann waren ihre Schmerzen wie weggeblasen. "Ich konnte sofort nach Hause gehen und dort meine Arbeit wieder aufnehmen!", strahlt sie.
Die 35-Jährige lebt jetzt wieder ein normales, schmerzfreies Leben. "Sogar Auto fahren kann ich wieder! Und wenn es demnächst bei uns einen Jahrmarkt gibt, werde ich mich mit meinen Kindern auch wieder in ein Fahrgeschäft trauen! Darauf habe ich all die Jahre wegen meiner Beschwerden verzichten müssen!"
Info: Moderne Schmerzterapie
Wer einmal die zerstörerische Wirkung von Schmerzen erfahren hat, für den ist die Schmerztherapie die letzte Hoffnung und oft Rettung aus höchster Not! Aufgabe der modernen Schmerztherapie ist es, den Schmerzen auf den Grund zu gehen und entsprechend zu behandeln.
Doch Schmerzen haben ein langes Leben: Sie prägen sich fast unauslöschlich ins Gedächtnis ein. Hier muss die Therapie helfen, die traumatische Schmerzerfahrung zu überwinden. Erst dann kann die Lebensfreude zurückkehren. Weitere Informationen unter www.orthopaede. com.
