Eine umkomplizierte Methode erlöste die Münchnerin von ihren jahrelangen Beschwerden

Claudia Uta Molter (37): "Der Arzt hat meine Nackenschmerzen in einer Mini-OP weggeschmolzen

04.08.2009 Die Diagnose stand lange fest - aber wirklich helfen konnten ihr die Ärzte nicht. Denn Claudia Uta Molter (37), eine Bankangestellte aus München, hat das sogenannte Facettensyndrom, Das ist eine chronische Erkrankung, die durch den Verschleiß der Wirbelgelenke hervorgerufen wird. Es wird zumeist mit Schmerzmitteln und Physiotherapie bekämpft. Bei Claudia Uta Molter aber nützte das alles nichts, und die Mediziner waren mit ihrem Latein am Ende. Erst eine neue, unkomplizierte Methode erlöste die Patientin von ihren jahrelangen Beschwerden. Heute sagt sie: "Der Arzt hat meine Nackenschmerzen in einer Mini-OP weggeschmolzen."

Sie schluckte bis zu 20 Schmerztabletten am Tag
02.jpgDr. Schneiderhan prüft die Schmerzempfindlichkeit der Wirbelsäule der Patientin
Begonnen hatten ihre Probleme schon vor zwölf Jahren. Von da an gehörten quälende Schmerzen zum Leben der jungen Frau. Claudia Uta Molter ging von Arzt zu Arzt. Alle waren sich einig, dass die Patientin an dem Facettensyndrom litt, und alle verschrieben ihr die gleichen Behandlungen. Sie erinnert sich: "Ich bekam immer wieder Spritzen, mir wurde Kran-
kengymnastik verordnet, und ich musste jede Menge Medikamente schlucken. Doch schon wenige Tage nach einer Spritze kehrten die Schmerzen wieder zurück. Und nach der Gymnastik ging es mir oft schlechter als vorher."
Zeitweise musste Claudia Uta Molter bis zu 20 Tabletten am Tag einnehmen, um ihren Alltag überhaupt zu bewältigen. So konnte es einfach nicht mehr weitergehen.

Mit der Hitzesonde werden die Nervenfasern abgetötet
03.jpgoben: Die Grafik zeigt, wie die Sondenspitze am Wirbelkörper die Nervenfaser (gelb) abtötet). links: Unter ständiger Röntgenüberwachung führt der Chirurg die Sonde direkt zur Wirbelsäule der Patientin
Schließlich informierte sich Claudia Uta Molter auf eigene Faust über Therapiemöglichkeiten. Dabei stieß sie auf die Münchener Praxisklinik Dr. Schneiderhan, in der diese Rückenkrankheit auch mit neurochirurgischen Methoden behandelt wird.
Dr. Reinhard Schneiderhan (48) erklärt: "Bei örtlicher Betäubung schieben wir eine Sonde in die betroffene Region der Wirbelsäule. Unter ständiger Röntgenkontrolle bringen wir die Sonde in die exakte Lage, sodass sie direkt an jenen Nervenfaser liegt, die den Schmerzreiz ans Gehirn weiterleiten. Dann wird die Sondenspitze kurz auf 80 Grad erhitzt. Dadurch schmelzen die Nervenfasern. Sie werden abgetötet, und so wird die Schmerzleitung unterbrochen."
Claudia Uta Molter brauchte sich nach dieser Mini-OP nur eine Stunde auszuruhen, dann konnte sie wieder nach Hause gehen. Glücklich erzählt sie: "Die Schmerzen waren wie weggezaubert. Einfach genial, wenn man bedenkt, wie lange ich mich mit ihnen herumquälen musste."




04.jpg Drei Fragen an Dr. Reinhard Schneiderhan (48) Für wen ist diese Therapie geeignet?
"Die Therapie ist für alle Patienten geeignet, die an dem Facettensyndrom leiden und bei denen herkömmIiche Verfahren zur Schmerzbekämpfung keine ausreichende Wirkung zeigten."

Wie lange hält der Erfolg der Therapie an?
"Nach den bisherigen Erfahrungswerten hält die schmerzlindernde Wirkung ca. zwei Jahre an. Danach kann die Therapie mit der Hitzesonde wieder holt werden."

Wer zahlt die Kosten der Behandlung?
"Ist eine stationäre Behandlung notwendig, übernehmen die gesetzlichen Kassen die Kosten." Weitere Infos im Internet unter www.orthopaede.com

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