Sandra Hierl (33): "Jetzt kann ich endlich wieder zugreifen"
Ein Hand-Nerv war eingeklemmt - OP half

Das Taubheitsgefühl in den Händen ist weg. Brote schmieren oder schreiben - alles geht heute Problemlos„Selbst einfache Tätigkeiten wie Broteschmieren oder Haarewaschen wurden immer schwieriger" sagt sie. „Ich musste genau hinsehen, was ich mit meinen Händen tat. Denn ich hatte ja kein Gefühl mehr darin!
"Ich kann endlich wieder lange Spaziergänge mit 'Strolchi' genießen", freut sich SandraDas Schlimme: In der Nacht taten die Hände wahnsinnig weh, Sandra Hierl fand kaum noch Schlaf. So ging sie schließlich zu Neurochirurg Dr. Andreas Dötterl in die Praxisklinik Schneiderhan.
Dr. Dötterl diagnostizierte an beiden Händen ein sogenanntes Karpaltunnelsyndrom. Dabei wird ein wichtiger Nerv in Handgelenkshöhe eingeklemmt. Um zu prüfen, wie stark er dadurch Schaden nimmt, wird die Geschwindigkeit gemessen, mit der er noch Impulse weiterleitet. „Normal ist ein Wert von etwa 3 Millisekunden. Bei Frau Hierl aber war die Laufzeit rechts und links über 6 Millisekunden", sagt Dr. Dötterl. „Ab 4 Millisekunden aufwärts raten wir zur OP."
Der Eingriff dauert nur 20-30 Minuten, wird entweder unter örtlicher Betäubung oder kurzer Vollnarkose ambulant gemacht. „Über einen knapp zwei Zentimeter langen Schnitt entlasten wir den eingeklemmten Medianus-Nerv, indem wir das Band, das ihn beengt, einfach durchtrennen. Die Funktionsfähigkeit der Hand wird dadurch nicht beeinträchtigt", erklärt der Neurochirurg.
Schnell beschwerdefrei nach ambulantem Eingriff
Dr. Dötterl erklärte Sandra die Eingriffe an der Hand vorher genauAcht Wochen später war dann die rechte Hand dran. Und heute greift Sandra wieder richtig zu.
Was ist das Karpaltunnel-Syndrom?
Wird das Karpalband zu dick, übt es Druck auf den Nerv darunter ausIm Anfangsstadium der Beschwerden reicht es meist noch, die betroffene Hand zu schütteln, ihre Lage zu verändern und sie vor weiterer Überlastung zu schützen. Hilfreich sind manchmal auch eine Stützschiene am Gelenk oder Spezialhandschuhe, die Vibrationen abfangen. Eine einmalige Kortison-Spritze kann ebenfalls Erleichterung bringen. Sind die Beschwerden schon stärker, bleibt meist nur die Operation (Kassen zahlen).
