Facettengelenk-Syndrom

Ich hatte höllische Schmerzen!

23.02.2010 01.jpgClaudia Uta Molter (37) litt zwölf Jahre lang unter wiederkehrenden, unerträglichen Schmerzen. Die Ursache war schnell gefunden: ein Facettengelenk-Syndrom an der Halswirbelsäule. Doch keine der vielen, verschiedenen Therapien brachte einen Erfolg. In Blickpunkt erzählt die Münchnerin, wie sie ihre Schmerzen dank einer Hitzesonde doch noch endlich los wurde.02.jpgEgal ob ich ging, stand oder saß - ganze zwölf Jahre lang litt ich im Alltag immer wieder unter ständigen Schmerzen in meiner Halswirbelsäule. Die Diagnose Facettengelenk-Syndrom stand zwar schnell fest, doch alle Ärzte, die ich aufsuchte, verschrieben mir immer wieder dieselben Therapien. Jahrelang bekam ich Spritzen. Doch deren schmerzlindernde Wirkung hielt nur kurze Zeit an. Meist kehrten die Schmerzen schon nach ein paar Tagen zurück. Teilweise verschlechterten die verordnete Krankengymnastik und die Physiotherapie die Beschwerden sogar zusätzlich.
Irgendwann konnte ich nur noch mit Unmengen an Schmerzmitteln meinen Alltag meistern. Zeitweise gehörten 20 hochdosierte Tabletten zum Pensum an zwei schmerzintensiven Tagen.
Um wenigstens kurzzeitig die anhaltenden Schmerzen hinter mir zu lassen, ging ich zu professionellen Massagen, die die Krankenkasse jedoch nicht übernahm und die ich somit selbst zahlte. Die hohen Kosten waren eine enorme finanzielle Belastung für mich. Bei keinem der Arztbesuche jedoch kamen die Möglichkeiten der modernen Neurochirurgie zur Sprache. Vielmehr entstand bei mir das Gefühl, dass die Spezialisten meine Beschwerden nicht ernst nahmen und zunehmend genervt auf meine Frage nach weiteren Behandlungsmöglichkeiten reagierten. Doch eins war klar: So konnte es nicht mehr lange weitergehen!
03.jpgUm wieder schmerzfrei leben zu können, suchte ich deshalb selbst im Internet nach weiteren Therapiemöglichkeiten. Auf der Homepage der Praxisklinik Dr. Schneiderhan und Kollegen fand ich schließlich ausführliche Informationen zu modernen minimalinvasiven Therapien. Sofort vereinbarte ich einen Termin in der Praxisklinik in ihrer Heimatstadt München. Dort fand ich endlich Ärzte, die meine Beschwerden wirklich ernst nahmen. Nach einer weiteren gründlichen Untersuchung konnten mir die Experten einen neuen Weg zur Behandlung aufzeigen. Um die chronischen Beschwerden an der Halswirbelsäule schonend zu lindern, empfahl das Spezialistenteam um Dr. Reinhard Schneiderhan die Hitzesondenbehandlung. Insbesondere bei Wirbelgelenkschmerzen erzielt diese minimalinvasive Therapie gute Behandlungserfolge. Sie erklärten mir, dass man nach örtlicher Betäubung des betroffenen Wirbelsäulenabschnittes unter Röntgenkontrolle eine Sonde an die betroffen Schmerzfaser schiebt. Dort überprüft der Arzt dann zunächst die exakte Lage der Sonde. Danach verödet der Spezialist durch kurzes Erhitzen der Sondenspitze auf ungefähr 80 Grad die betroffene Schmerzfaser und unterbricht somit die Schmerzweiterleitung zum Gehirn. Diese Prozedur muss in den meisten Fällen an mehreren Stellen durchgeführt werden, weil oft unterschiedliche Schmerzfasern ein Gelenk versorgen.
Nach dem Eingriff unter örtlicher Betäubung musste ich nur eine Stunde ruhen. Danach konnte ich den Heimweg antreten. Für mich war es wie ein Wunder: In nur einer Stunde gehörten die jahrelangen unerträglichen Schmerzen endlich der Vergangenheit an - und zwar für immer!

Stichwort: Facettengelenksyndrom

04.jpgAls Facettengelenksyndrom bezeichnet man ein Schmerzsyndrom, das durch Abnutzung der Wirbelgelenke, genauer gesagt durch Degeneration (Arthrose) der kleinen Zwischenwirbelgelenke (Facettengelenke) entsteht. Häufig ist der Bereich der Lendenwirbelsäule betroffen, man bezeichnet dies dann als lumbales Facettensyndrom bzw. lumbales Facettengelenkssyndrom.
Vom Facettengelenkssyndrom sind auch schon junge Patienten betroffen. Die Schmerzen treten im Rücken, vor allem an der mittleren und unteren Halswirbelsäule auf und ähneln jenen eines Bandscheibenvorfalls, können aber auch in Schulter, Schulterblätter und Arme ausstrahlen. Deshalb muss man vor der Therapie andere Erkrankungen ausschließen. Ein lumbales Facettengelenkssyndrom kann ins Gesäß, in die Lende und/oder in die Oberschenkel bzw. Beine ausstrahlen, ein- oder beiderseitig. Auch Leistenschmerzen können Ausdruck eines Facettensyndroms sein. Die Schmerzen sind oft abhängig von der Körperhaltung. Langes Sitzen oder Stehen kann problematisch werden.

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