Stellungnahme von Dr. Sommer zum "Wetten, dass... ?"-Unfall

"Wetten, dass.. ?"-Kandidat liegt noch auf Intensivstation/ Vollständige Genesung ist derzeit unwahrscheinlich. Dr. Frank Sommer analysiert die Statements seiner Düsseldorfer Kollegen

10.12.2010 Die Situation für Samuel Koch wird immer dramatischer. Warum musste er erneut drei Stunden lang operiert werden? Der Münchner Neurochirurg Dr. Frank Sommer, der pro Jahr rund 180 ähnlicher Operationen durchführt, analysiert die Statements seiner Düsseldorfer Kollegen: „Ausschlaggebend war sicher eine weitere Kernspinuntersuchung, die am Montag Nachmittag erfolgte. Dort hat man wohl gesehen dass das hochempfindliche Rückenmark in der Halswirbelsäule weiter angeschwollen war obwohl bereits am Sonntag eine erste Entlastungs-Operation stattfand.
samuel_0.jpgJetzt mussten die Kollegen erneut Knochenstücke aus den Halswirbeln entfernen, um dem Rückenmark noch mehr Platz zu verschaffen. Dieses Fortschreiten der Schwellungen ist leider kein gutes Zeichen. Es deutet darauf hin, dass die Verletzungen der wichtigen Hauptnervenstränge doch schwerer waren als bi her vermutet. Daher auch die anhaltenden Lähmungen an Armen und Beinen.“

samuel_1.jpgDafür spricht auch die Tatsache, das Samuel seit gestern über eine Kanüle künstlich beatmet werden muss ,die durch einen Schnitt in eine Luftröhre eingeführt wurde. Dr. Sommer: „Das spricht für eine geplante Langzeitbeatmung, die unter Umständen mehrere Wochen oder gar Monate dauern kann.“ Doch zumindest etwa Hoffnung kann Dr. Sommer machen: „Samuel wurde von Prof. Han -Jakob Steiger operiert. Der ist ein hervorragender Wirbelsäulen-Operateur und absoluter Profi. Ich kenne ihn noch gut au meiner Zeit im Klinikum
Großhadern, wo Steiger von 1994 bis 2002 Oberarzt und Bereichsleiter der Neurochirurgie war. Vor acht Jahren verließ er München und wurde Chef in Düsseldorf. Ein wirklich äußert erfahrener Kollege. Wenn jemand Samuel helfen kann, dann gehört er dazu.“

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