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Narbenbildung nach Bandscheibenoperationen häufig verantwortlich für chronische Rückenschmerzen / Nasser Al-Omran hofft nach Katheter-Behandlung bei Münchener Wirbelsäulenspezialisten auf Comeback

Narbenbildung nach Bandscheibenoperationen häufig verantwortlich für chronische Rückenschmerzen / Nasser Al-Omran hofft nach Katheter-Behandlung bei Münchener Wirbelsäulenspezialisten auf Comeback

Sie machten ihm das Leben zur Qual und nahmen ihm seinen Lebensinhalt. Höllische Rückenschmerzen, die auch ins Bein ausstrahlten, plagten den kuwaitischen Nationalspieler Nasser Al-Omran (28) Tag und Nacht. Nach einer Wirbelsäulenverletzung im Training und der niederschmetternden Diagnose ‚Schwerer Bandscheibenvorfall zwischen dem 4. und 5. Lendenwirbel’ unterzog sich der Profi-Fußballer zwei Operationen an der Bandscheibe. Ohne Erfolg, die Beschwerden blieben, und er litt unter chronischen Schmerzzuständen. Nahm der talentierte Mittelfeldspieler 2000 in Sidney noch mit der kuwaitischen Nationalmannschaft an den Olympischen Spielen teil, konnte der als internationale Hoffnung gehandelte Jungstar nun schon zwei Jahre lang nicht mehr trainieren. Auch im Alltag beeinträchtigten die quälenden Schmerzen das Leben des jungen Mannes. „Weder monatelange Physiotherapie noch Krankengymnastik halfen, an Sport war überhaupt nicht mehr zu denken“, erklärt der beim Kazma Sport Club unter Vertrag stehende Kicker.

Erst in Deutschland fand er bei dem Münchener Wirbelsäulenspezialisten Dr. med. Reinhard Schneiderhan Hilfe. Er stellte nach gezielter Diagnostik Vernarbungen aufgrund der vorangegangen Operationen an der Bandscheibe fest, behandelte den Spieler mit der von ihm weiterentwickelten Wirbelsäulenkathetermethode nach Prof. Racz und weiß aus seiner täglichen Praxis: „So wie Nasser Al-Omran geht es immer mehr Menschen. Viele meiner Patienten haben sich bereits ein oder mehrerer Bandscheibenoperationen unterzogen – häufig ohne den gewünschten Behandlungserfolg“. In vielen Fällen treten durch Vernarbungen oder Verklebungen sogar noch stärkere Schmerzen als vor dem Eingriff auf. Immer noch wird in Deutschland viel zu schnell zu einer Operation geraten und zum Skalpell gegriffen.

Dabei stehen Medizinern heutzutage durchaus Verfahren zur Verfügung, die eine Operation an der Wirbelsäule vielfach überflüssig machen. Seit 1997 behandelt Dr. med. Reinhard Schneiderhan in seiner Münchener Praxisklinik Patienten, bei denen bisherige Therapieformen nicht den gewünschten Erfolg erzielten, erfolgreich mit dieser risikoarmen mini-malinvasiven Therapie. Als einer der Pioniere dieser Methode in Deutschland zählt er nach mehreren tausend Eingriffen zu den Spezialisten auf diesem Gebiet. Vor allem Patienten mit Beschwerden durch Vernarbungen nach Bandscheibenoperationen, aber auch bei akuten und chronischen Bandscheibenvorfällen, Wirbel- und Spinalkanalverengung mit Nervenwurzelreizungen hilft diese Methode. Schon nach kurzer Zeit verschwinden selbst hartnäckige Beschwerden meist vollständig.

Unter örtlicher Betäubung und Röntgenkontrolle führt der Arzt eine Spezialkanüle in die Wirbelsäule ein. Ausgestattet mit einer kleinen Sonde, lässt sich der hochelastische Katheter exakt an der schmerzenden Stelle platzieren. Schmerzstillende, entzündungshemmende und narbenlösende Wirkstoffe beheben an Ort und Stelle die Schmerzursache. Nach dem etwa 40- bis 60-minütigen Eingriff bleibt der Katheter für etwa drei bis vier Tage in der Wirbelsäule. Nach der Entlassung tragen Patienten vier Wochen lang tagsüber ein speziell angefertigtes, komfortables Mieder zur Entlastung der Wirbelsäule. Bereits zwei Wochen nach dem Eingriff beginnt die genau auf den Patienten abgestimmte Physiotherapie.

Nasser Al-Omran konnte bereits direkt nach der Katheter-Behandlung wieder schmerzfrei laufen und flog bereits sechs Tage nach der Behandlung in München wieder zurück nach Kuwait. Dort macht er täglich Fortschritte und nimmt in Kürze das Training wieder auf. „Ich bin vollkommen schmerzfrei und hoffe, dass sich mein großer Wunsch, einmal gegen Brasilien zu spielen, in Zukunft doch noch erfüllt“, sagt Nasser Al-Omran.

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