Hitzesondenbehandlung der Wirbelgelenke nach Dr. Schneiderhan
Selektive perkutane Thermokoagulation der Wirbelgelenke und der Kreuz-Darmbeingelenkes
Diese ursprünglich von amerikanischen Neurochirurgen eingeführte hocheffektive Schmerztherapie konnte Dr. Schneiderhan in den letzten Jahren und nach mehreren tausend behandelten Patienten entscheidend weiterentwickeln.
Nach örtlicher Betäubung der betroffenen Wirbelsäulenabschnitte und unter Röntgenkontrolle sucht der Arzt mit der Kanüle gezielt die Schmerzpunkte an den Wirbelsäulengelenken im Bereich der schmerzenden Nervenfasern auf. Dorthin führt er die Hitzesonde in einem ganz bestimmten Winkel ein. Computergesteuert stellt er über die Sonde fest, ob die Sonde richtig an den betroffenen Nervenfasern liegt, die behandelt werden sollen. Anschließend spritzt der Arzt noch einmal ein örtliches Betäubungsmittel, jetzt jedoch direkt an die zu behandelnde Stelle. Dann werden die Sondenspitze erhitzt und, im Gegensatz zu früher, mehrere kleine Bezirke verödet. Die Leitfähigkeit der hier verlaufenden Schmerzfasern wird somit unterbrochen. Der Schmerz kann sich nicht weiter ausbreiten. Da jedes Wirbelgelenk von mehreren Schmerzfasern versorgt wird, müssen oft mehrere Stellen behandelt werden.
Indikation
- Therapieresistente Facettengelenkschmerzen (Wirbelgelenkschmerzen), segmentaler Schmerz (nichtradikulär, nicht ausstrahlend), der auf wiederholte diagnostische Blockaden anspricht
- Wirbelgelenksverschleiß
- Wirbelsäulenverformung
- Wirbelgleiten (Instabilität)
- gleichzeitiger Bandscheiben- und Wirbelgelenksverschleiß
- Instabilität nach Bandscheiben- und Wirbelsäulenoperation
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