Glossar
Anulus fibrosus
Fibröser Ring der die Zwischenwirbelscheibe (Bandscheibe) umringt.
Arthrose
Arthrose nennt man den Verschleiß der Gelenke. Gelenkpartner von Gelenken sind mit einer schützenden Knorpelschicht überzogen. Durch Verletzungen, Entzündungen oder durch Verschleiß kann diese schützende Schicht angegriffen werden oder sich teilweise bis vollständig aufbrauchen.
Arthroskopie (Gelenkspiegelung)
Bei der Arthroskopie wird mittels eines kleinen Schnittes ein Endoskop mit einer Kamera in das zu behandelnde bzw. zu untersuchende Gelenk eingeführt. Über diese Sonde können dann mögliche Schäden diagnostiziert und behandelt werden.
Bandscheibenvorfall (Prolaps)
Unter einem Bandscheibenprolaps versteht man die plötzliche oder langsam zunehmende Verlagerung von Bandscheibengewebe nach hinten in den Rückenmarkskanal (Spinalkanal) oder hinten-seitlich in Richtung Nervenwurzeldurchtrittsstelle. Hierbei kann es durch Druck auf Nervenwurzeln zu Schmerzen, Lähmungen und/oder Gefühlsstörungen kommen.
Bandscheibenvorwölbung (Protrusion)
Eine Vorstufe des Bandscheibenvorfalls ist die Protrusion. Durch eine abschnittsweise Schwächung des Anulus fibrosus weicht dieser dem Druck des Nucleus pulposus aus und wölbt sich über die Kontur des Wirbelkörpers hinaus. Der Faserring selbst bleibt dabei aber intakt. Eine Bandscheibenvorwölbung reicht manchmal bereits aus, um neurologische Ausfälle zu verursachen.
Bandscheibenzellzüchtung
Bei dieser neuartigen Behandlungsmethode wird dem Patienten mittels hochfeiner Spezialinstrumente Bandscheibengewebe entnommen um diese dann in einem eigens hierfür vorgesehenen Zelllabor anzuzüchten. Das herangewachsene Bandscheibengewebe wird anschließend direkt in die geschädigte Bandscheibe transplantiert.
Bildwandler
Hierbei handelt es sich um ein mobiles Röntgengerät zur Durchleuchtung. Bei diesem Verfahren können ärztliche Instrumente präzise gesteuert und kontrolliert werden.
Chronisch
Unter dem Begriff “chronisch“ versteht man Beschwerden die sich meist langsam entwickeln und lange anhalten
Computertomographie (CT)
Bei einer Computertomographie werden mit Röntgenstrahlen gezielte Schichtaufnahmen des Körpers in verschiedenen Ebenen erstellt und über den Computer errechnet.
Discographie
Bei der Discographie wird ein Kontrastmittel in die Bandscheibe gespritzt und im Anschluß ein Röntgenbild erstellt. Auf diese Weise lässt sich ein vorhandener Schaden sichtbar machen.
Epidurale Spülung
Bei einer Epiduroskopie kann über einen Katheter eine Spülung des Wirbelsäulen-Kanals, einer sog. Epiduralen Spülung, vorgenommen werden. Hierbei kann das entzündete Gewebe mit Medikamenten behandelt werden.
Epiduroskopie
Die Epiduroskopie ist eine Spiegelung des Wirbelsäulenkanals. Eine kleine Kamera an der Spitze eines Katheters erlaubt dabei einen direkten Blick auf Schädigungen in diesem Bereich. Zudem können über den Katheter Spülungen vorgenommen und entzündetes Gewebe mit Medikamenten behandelt werden.
Facettengelenkbehandlung
Lokale, gürtelförmige oder pseudoradikuläre Schmerzen gehen mit degenerativen Veränderungen im Bereich der Facettengelenke einher mit begleitenden entzündlichen Veränderungen. Bei diesem Verfahren wird unter CT-Kontrolle ein Cortisonpräparat und ein Schmerzmittel unmittelbar an das schmerzende Gelenk gespritzt.
Facettengelenksarthrose
Die Veränderung der Wirbelsäulenstatik führt zu einer vermehrten Belastung der Facettengelenke, die knöcherne Anbauten entwickeln und durch die Volumenzunahme ebenfalls die Nervenwurzel bedrängen können. Eine Verdickung der Wirbelbögen sind die Folge. Dadurch kommt es zu einer Einengung des Spinalkanals mit neurologischen Symptomen.
Facettengelenksblockade
Veränderungen in den kleinen Wirbelgelenken können häufig zu Druckempfindlichkeit bzw. Bewegungsschmerzen führen. Bei der Facettengelenksblockade wird dieser Schmerz gezielt ausgeschaltet, um sicher zu gehen, dass der Verschleiß am Gelenk tatsächlich die Ursache für den empfundenen Schmerz ist. Dazu werden schmerz- und entzündungshemmende Stoffe über eine Sonde und unter CT-Kontrolle exakt an das betroffene Gelenk gebracht.
Foramen intervertebralis
Zwischen den Wirbelbögen bleibt eine seitliche Öffnung, es ist das Foramen intervertebrale. Durch diese Öffnung treten die Spinalnerven aus der Wirbelsäule aus. Die aus dem Spinalkanal austretenden Spinalnerven teilen sich in vier Äste auf. Der Ramus meningeus versorgt sensibel die Hirnhäute, den Wirbelkanal, sowie die vorderen Anteile der Gelenkkapsel der Facettengelenke .
Gelenkspiegelung (Arthroskopie)
Bei der Gelenkspiegelung wird mittels eines kleinen Schnittes ein Endoskop mit einer Kamera in das zu behandelnde Gelenk eingeführt. Über diese Sonde können dann mögliche Schäden diagnostiziert und mit speziellen Geräten behandelt werden.
Injektion
Injektion nennt man das Einbringen von z.B. Medikamenten in den Körper mittels einer Injektionskanüle (Hohlnadel)
Ischialgie
Als Ischialgie bezeichnet man einen in die Beine ausstrahlenden Schmerz
Katheter
Ein Katheter ist ein dünnes, schlauchartiges Instrument. Er kann mit verschiedenen Zusatzgeräten wie Kameras oder Wärmesonden versehen sein. Häufig kann durch den Einsatz eines Katheters eine offene Operation vermieden werden.
Kernspintomographie
Bei einer Kernspin-Tomographie erhält man Schnittbilder des Körpers ohne operativen Eingriff oder Röntgenstrahlenbelastung. Hierbei wird ein magnetisches Feld angelegt. Dieses gibt Aufschluss über den Wassergehalt des untersuchten Gewebes. So kann z.B. der Grad des Verschleißes einer Bandscheibe oder des Knorpelüberzuges im Gelenk dargestellt werden.
Konservative Maßnahmen
Unter konservativen Maßnahmen versteht man Behandlungsformen, die ohne operativen Eingriff auskommen. Hierzu gehört z.B. Krankengymnastik, Physikalische Therapie, Schmerz stillende Spritzen oder orthopädisch-technische Hilfsmittel wie z.B. Stützmieder
Konventionelle Röntgendiagnostik
Röntgenaufnahmen der Wirbelsäule werden mindestens in zwei Ebenen angefertigt. Funktionsaufnahmen zeigen die Wirbelsäule bei Krümmung und Streckung und lassen die Beweglichkeit abschätzen. Aufnahmen im schrägen Strahlengang geben Aufschluss über eine, möglicherweise vorliegende abnorme Beweglichkeit der Wirbelkörper. Allerdings lassen sich bei der konventionellen Röntgendiagnostik nur die knöchernen Strukturen mit eventuellen degenerativen Veränderungen erkennen.
Kyphose
Als Kyphose bezeichnet man die normalerweise nur gering ausgeprägte, nach hinten gerichtete Krümmung der Brustwirbelsäule. Der Begriff kyphos stammt aus dem Griechischen und bedeutet "gekrümmt", "gebückt".
Laminektomie
Hierbei werden ein oder mehrere Wirbelbögen samt der Dornfortsätze im Bereich der Lendenwirbelsäule entfernt. Dieser Eingriff wird zur Entlastung der Spinalnerven im Wirbelkanal bei einer vorliegenden lumbalen Spinalstenose durchgeführt.
Laserabtragung der Bandscheibe
Dieses Verfahren beruht auf dem Prinzip der Volumenreduktion in der Bandscheibe. Zur Abtragung der Bandscheibe dient ein medizinischer Laser, der Licht im infraroten Bereich aussendet. Dieses Licht wird über eine Glasfaser ins Operationsfeld geleitet. Dazu wird wiederum eine Kanüle in das erkrankte Bandscheibenfach eingeführt und die Lage der Kanülenspitze mittels Röntgendurchleuchtung oder CT kontrolliert. Diese Kanüle ist doppelwandig und wird mit einer Spülflüssigkeit zur Kühlung durchströmt. Durch die Kanüle wird die Glasfaser des Lasers eingeführt und der Nukleus durch einzelne Lichtblitze verdampft.
Lordose
Als Lordose, abgeleitet von dem griechischen Wort lordos = vorwärts gekrümmt, bezeichnet man die nach vorn gerichtete Krümmung der Hals- und Lendenwirbelsäule.
Lumbago
Als Lumbago bezeichnet man einen plötzlich auftretenden Rückenschmerz - im Volksmund auch "Hexenschuß" genannt.
Lumbale Spinalstenose
Hierbei handelt es sich um die meist altersbedingte Einengung des Spinalkanals (Wirbelkanals) z. B. durch einen Bandscheibenvorfall. Dadurch werden die im Spinalkanal verlaufenden Nerven in ihrer Funktion beeinträchtigt. Die Folge sind diffuse Rückenschmerzen, die in die Beine ausstrahlen können und ggf. Taubheitsgefühle im Gesäß und in den Beinen verursachen.Typisch ist dabei, dass die Symptome sich in gestreckter Haltung verstärken und in gekrümmter Haltung verringern. Häufig machen die Betroffenen beim Gehen einen Buckel.
Lumbalgie
Als Lumbalgie bezeichnet man den chronischen Rückenschmerz
Lumboischialgie
Unter Lumboischialgie versteht man den Kreuzschmerz der zusätzlich in die Beine ausstrahlt
Minimalinvasives Verfahren
Offene Operationen sind allgemein mit Risiken und einem längeren Aufenthalt im Krankenhaus verbunden. Minimal-invasive Verfahren wurden entwickelt, um eine offene Operation mit ihren möglichen Nachteilen und Risiken zu vermeiden und den Eingriff möglichst klein zu halten. Beispielsweise kommt hierbei ein Katheter oder eine Sonde zum Einsatz, der durch einen kleinen Schnitt oder Stich direkt in die Körperhöhle eingeführt wird und dort eine direkte Behandlung erlaubt. Hierbei haben Patienten meist keine Narbenbildung. Sie können in der Regel ambulant durchgeführt werden oder erfordern nur einen sehr kurzen Krankenhausaufenthalt. Sie werden in Lokalanästhesie durchgeführt und erfordern meist keine Allgemeinnarkose. Besondere Röntgenverfahren dienen zur Steuerung und Überprüfung der therapeutischen Maßnahmen und des Therapieergebnisses.
Morbus Scheuermann
Unter dem Morbus Scheuermann versteht man eine vorwiegend bei männlichen Jugendlichen vorkommende Wirbelsäulenverkrümmung, die durch Wachstumsstörungen der Wirbelkörper und die Bildung von Keilwirbeln bedingt ist. Charakteristisch für die Erkrankung ist die Ausbildung einer verstärkten Kyphose, also eines Rundrückens, im Bereich der Brustwirbelsäule. Eine Abflachung der Lordose im Lendenbereich tritt dagegen sehr viel seltener auf.
MRT
MagnetResonanzTomographie, NMR (nuclear magnetic resonance), Kernspintomographie
Die Kernspin-Tomographie, auch Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) genannt, ist eine diagnostische Technik zur Darstellung der inneren Organe, Gewebe und Gelenke mit Hilfe von Magnetfeldern.
Myelographie
Zur Sichtbarmachung des Rückenmarks und der Nervenwurzeln kann eine Myelographie durchgeführt werden. Hier wird mit einer Kanüle Röntgenkontrastmittel in den Duralsack gefüllt. Dadurch stellt sich das darin liegende Rückenmark und die Nervenwurzeln als Kontrastmittelaussparungen indirekt im Röntgenbild dar. Im Gegensatz zu den Schnittbildverfahren wird sie heute allerdings seltener eingesetzt.
Neurologische Untersuchung
Zur gezielten Behandlung von Rückenschmerzen ist eine eingehende neurologische Untersuchung wichtig, weil sie Aufschluss über die betroffenen schmerzauslösenden Nerven gibt. Besonders bei Bandscheibenvorfällen kann auf diese Weise die Schwere der Nervenschädigung bestimmt und damit auch mit die Indikation zu einem eventuellen operativen Eingriff gestellt werden. Dazu werden die Reflexe, die Sensibilität, die Beweglichkeit und eventuell die Nervenleitgeschwindigkeit bestimmt. Die Schmerzausstrahlung lässt Rückschlüsse auf die beteiligten Nervenwurzeln zu. Die Überprüfung der Beinpulse soll eine Durchblutungsstörung in diesem Bereich ausschließen. Die Claudicatio intermittens (Schaufensterkrankheit) kann Schmerzen verursachen, die auf den ersten Blick Schmerzen von degenerativen Wirbelsäulenerkrankungen ähnlich sein können.
Nucleus pulposus
Gallertkern, zentraler Teil der Zwischenwirbelscheiben, der die Knorpelzellen enthält.
Osteomyelitis
Bei der endogenen Osteomyelitis, auch hämatogene Osteomyelitis genannt, werden die Keime von einem Infektionsherd außerhalb des Knochens, z.B. aus den Kieferhöhlen, über den Blutweg in das Knochenmark verschleppt und siedeln sich dort an. Die exogene Osteomyelitis entsteht als Folge von Unfällen (= posttraumatisch) oder Operationen (= postoperativ). Dabei dringen Erreger von außen in den Knochen ein und breiten sich dort aus. Besonders gefährdet sind Regionen mit verminderter Durchblutung. Zu unterscheiden sind auch hier akute und chronische Verläufe.
Osteoporose
Unter Osteoporose versteht man eine Abnahme der Knochenmasse, -struktur und -funktion, der sog. Entkalkung, die zu einer schmerzhaften mechanischen Instabilität des Skelettes mit der Gefahr von Knochenbrüchen führt. Hierbei wird den Knochen kontinuierlich Calcium entzogen . Die wichtigsten Formen der Osteoporose sind die postklimakterische und die Altersosteoporose. Ganz allgemein liegt der Osteoporose ein Missverhältnis zwischen Knochenaufbau und -abbau zu Grunde.
Parese
Lähmungserscheinung, meist aufgrund einer neurologischen Störung
Peridurale Schmerztherapie
Häufig lassen sich Rückenschmerzen nicht einer Nervenwurzel eindeutig zuordnen. In diesen Fällen eignet sich die peridurale Therapie. Unter Röntgen- oder CT- Kontrolle führt der Arzt eine dünne Kanüle in den fettgefüllten Raum der den Duralsack im Spinalkanal einschließt ein und setzt dort eine Medikamentendepot bestehend aus Cortison als Depotpräparat und einem Schmerzmittel.
Periradikuläre Schmerztherapie
Zur Behandlung von Schmerzen, die sich auf eine bestimmte Nervenwurzel zurückführen lassen wird dieses Verfahren angewandt. Dazu wird eine dünne Kanüle unter Kontrolle durch ein Durchleuchtungsgerät oder Computertomographen vom erfahrenen Arzt bis dicht an die betroffene Nervenwurzel herangeführt. Dann wird ein Schmerzmittel und Cortison als Depotpräparat unmittelbar an die Nervenwurzel gespritzt. Dadurch wird eine Abschwellung des Nervenwurzel und eine Entzündungshemmung bewirkt.
Perkutane Nukleotomie
Dieses Verfahren ist besonders geeignet für Patienten mit beinbetonten Rückenschmerzen und einer Symptomatik die sich auf eine Wurzel zurückführen lässt.Unter CT-Kontrolle wird dazu eine Kanüle eingebracht und durch den Anulus fibrosus hindurch bis ins Bandscheibenfach vorgeschoben. Anschließend wird mit einem Sauggerät der Nucleus pulposus teilweise abgesaugt. Insgesamt werden auf diese Weise 1-5g Bandscheibenmaterial abgetragen.
Prophylaxe
Eine spezifische Vorsorge, die vor einem Bandscheibenvorfall schützt, gibt es nicht. Dennoch kann man durch eine Veränderung der Lebensweise das Risiko verringern. Dazu gehört eine Kräftigung der Rückenmuskulatur durch Training. Ferner ist eine richtige Arbeitshaltung besonders bei Tätigkeiten im Haushalt und Berufsleben notwendig. Schwere Gegenstände sollten aus hockender Position mit durchgestrecktem Rücken angehoben werden. Beim Staubsaugen sollte das Saugrohr so eingestellt werden, dass eine aufrechte, entspannte Arbeitsposition eingehalten werden kann. Bei überwiegend sitzender Tätigkeit ist es sinnvoll in kürzeren Abständen aufzustehen und umherzulaufen. Speziell für diese Berufsgruppe gibt es auch Programme mit Entspannungsübungen. Eine ergonomische Gestaltung der Sitzgelegenheiten mit Höhenverstellbarkeit der Sitzfläche und der Sitzlehnen kann zu einer Schonung der Wirbelsäule beitragen.
pseudoradikulärer Schmerz
Beim pseudoradiklären Schmerz sind Veränderungen im Bereich der kleinen Wirbelgelenke die Ursache. Beim radikulären Schmerz wird die Nervenwurzel z.B. durch Kompression durch einen Bandscheibenprolaps gereizt.
Racz-Katheter
Die Schmerzkatheter-Behandlung nach Prof. Racz dient zur Behandlung von schmerzenden Veränderungen im Bereich des Wirbelsäulenkanals. Dabei wird durch eine natürliche Knochenöffnung im Steißbein ein spezieller Katheter in den Wirbelkanal eingeführt. Diesen platziert der Arzt unter Röntgenkontrolle exakt an der entzündeten und eingeengten Stelle des Nerven. Dort werden über den Katheter verschiedene entzündungshemmende, schmerzstillende und narbenlösende Substanzen direkt an den Ort des Schmerzes gebracht. Zusätzlich wird mit konzentrierter Kochsalzlösung das umliegende Gewebe entwässert und geschrumpft, damit es nicht mehr auf den Nerven drücken kann.
radikulärer Schmerz
Beim radikulären Schmerz wird die Nervenwurzel z.B. durch Kompression durch einen Bandscheibenprolaps gereizt. Beim pseudoradiklären Schmerz sind Veränderungen im Bereich der kleinen Wirbelgelenke die Ursache.
redzidivierend
Unter rezidivierenden Schmerzen versteht man periodisch, in gewissen Zeitabständen wiederkehrende Beschwerden
Schnittbildverfahren
Das Rückenmark und die Nervenwurzeln werden direkt nur durch die Schnittbildverfahren, der Computertomographie und der Magnetresonanztomographie sichtbar. Eine zusätzliche intravenöse Kontrastmittelgabe erleichtert bei diesen beiden Verfahren die Abgrenzung entzündlicher Prozesse.
Spinalkanal
Jeder Wirbelkörper hat zum Rücken hin einen Wirbelbogen. In ihrer Gesamtheit bilden sie den Spinalkanal in dem das Rückenmark verläuft. Die beiden Querfortsätze und der durch die Haut tastbare Dornfortsatz sind die Anheftungspunkte für die Rückenmuskulatur. Die Dornfortsätze sind nach unten geneigt und liegen dachziegelartig übereinander. Jeder Wirbelbogen hat außerdem vier Gelenkfortsätze, die mit dem darüber und darunter liegenden Wirbel ein Gelenk (Facettengelenk) bilden, welches die Beweglichkeit der Wirbel gegeneinander ermöglicht, aber auch in bestimmte Richtungen einschränkt.
Thermokoagulation der Wirbelgelenke (Facettengelenke)
Diese Behandlung wird auch Thermosonden-Behandlung genannt. Steht eine degenerative Veränderung eines Wirbelgelenks als Ursache für den Rückenschmerz fest, kann eine Hitzesondenbehandlung der Wirbelgelenke durchgeführt werden. Unter CT-Kontrolle bringt man eine Thermosonde in den Bereich der schmerzenden Nervenfasern. Daraufhin wird der Nerv zur Kontrolle kurz stimuliert, bevor ein örtliches Betäubungsmittel gegeben und die Sondenspitze erhitzt wird. Auf diese Weise wird ein kleiner Bereich verödet, so dass die Leitung der Schmerzfasern unterbrochen wird.
Wirbelgelenksblockade
Veränderungen in den kleinen Wirbelgelenken können häufig zu Druckempfindlichkeit bzw. Bewegungsschmerzen führen. Bei der Wirbelgelenksblockade wird dieser Schmerz gezielt ausgeschaltet, um sicher zu gehen, dass der Verschleiß am Gelenk tatsächlich die Ursache für den empfundenen Schmerz ist. Dazu werden schmerz- und entzündungshemmende Stoffe über eine Sonde und unter CT-Kontrolle exakt an das betroffene Gelenk gebracht.
Wirbelsäule
Die Wirbelsäule (medizinisch: Columna vertebralis) bezeichnet das bewegliche Achsenskelett des Körpers.
Die Wirbelsäule besteht aus den Wirbeln, den Bandscheiben (= Zwischenwirbeln) und dazugehörigen Bändern, deren Aufgabe es ist, die Wirbelsäulenstrukturen zu verbinden und zu stabilisieren.
Die menschliche Wirbelsäule besteht ursprünglich aus insgesamt 32-33 Wirbelknochen und setzt sich aus 7 Halbwirbeln der sog. Halswirbelsäule, 12 Brustwirbeln der sog. Brustwirbelsäule und 5 Lendenwirbeln der sog. Lendenwirbelsäule sowie 5 Kreuz- und Steißbeinwirbeln zusammen. Die zuletzt genannten Wirbel verschmelzen im Alter von 20 bis 25 Jahren zu Kreuz- und Steißbein.
Zwischen den Wirbelknochen liegen die Bandscheiben, deren Hauptaufgabe darin besteht, starke Bewegungen abzufedern. Gemeinsam mit den Wirbelkörpern bilden Wirbelkörper und Bandscheibe eine elastische „Säule“.
Jeder Wirbelknochen besteht aus einem Wirbelkörper (Corpus), dem Wirbelbogen (= Arcus), der sich an den Wirbelkörper anschließt und den sog. Fortsetzen, der die Kraft der Muskulatur auf die Wirbel aber auch auf die Gelenkfortsätze überträgt. Der Wirbelkanal enthält das Rückenmark .

